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11.02.2015

20:04 Uhr

Musterdepots

Erzeugerpreise als Aktien-Auswahlkriterium

Daniel Hupfer blickt auf die Erzeugerpreise, Alexander Kovalenko freut sich über starke Prognosen für die deutsche Wirtschaft und Georgios Kokologiannis wartet auf die Leitzinswende in den USA. Die Musterdepots.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Beim Blick auf die Entwicklung der Erzeuger- beziehungsweise Produzentenpreise könnte man zu der Schlussfolgerung kommen, dass Unternehmen in den kommenden Jahren einem zunehmenden Margendruck ausgesetzt sind. In der Euro-Zone sind die Erzeuger- beziehungsweise Produzentenpreise im Dezember 2014 um immerhin 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr gefallen, soviel wie zuletzt im Jahr 2009.

Auch international ist der Rückgang bei den Produzentenpreisen bei weitem kein Einzelfall: So fielen die Erzeugerpreise in den USA zuletzt um 0,7 Prozent, in Großbritannien um 0,8 Prozent und in China betrug das Minus 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Unternehmen können vor allem unter Druck geraten, wenn ihre Verkaufspreise kaum von der allgemeinen Preisentwicklung abweichen. Bei einer unveränderten Produktion ergeben sich bei fallenden Erzeugerpreisen sinkende Umsätze. Bleibt die Kostenbasis überdies konstant, dann geraten auch die Marge und der Gewinn unter Druck.

Im Rahmen unseres Aktienselektionsprozesses berücksichtigen wir solche Entwicklungen ohnehin. Im derzeitigen Umfeld, in dem die Erzeugerpreise in vielen Ländern der Welt mitunter deutlich rückläufig sind, räumen wir diesem Thema jedoch noch mehr Aufmerksamkeit ein als in normalen Zeiten.

Aktuell gilt es neben der Berücksichtigung anderer wichtiger Entwicklungen, wie dem schwachen Euro und dem gefallenen Rohölpreis, Unternehmen zu selektieren, deren Abhängigkeit von den Erzeugerpreisen möglichst gering ist. Wir verwenden für die Untersuchung eine Korrelationsanalyse, die es erlaubt Aussagen darüber zu treffen, wann und wie stark die Gewinnschätzungen, Umsätze und Margen von Unternehmen reagieren, wenn sich die Erzeugerpreise ändern.

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