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05.07.2015

21:43 Uhr

Musterdepots

Es ändert sich nicht viel

Unsere Musterdepot-Autoren handeln das griechische Referendum ab. Sowohl Alexander Kovalenko als auch Daniel Hupfer halten ein Grexit für problematisch. Das Wachstum der Euro-Zone wähnen sie dennoch in Sicherheit.

Alexander Kovalenko

Alexander Kovalenko

Am Freitag befanden sich die Aktienmärkte in einem standby-ähnlichen Zustand. Die US-Börsenplätze waren aufgrund eines Feiertages geschlossen und Europa wartete auf das griechische Referendum, welches am Wochenende stattfinden sollte. Für unser Musterdepot spielt es im Grunde genommen keine Rolle, wie das Ergebnis ausfallen wird.

Alexander Kovalenko

Der Anleger

Alexander Kovalenko arbeitet für Bayerische Vermögen. „Wir machen normalerweise keine Prognosen, weil es aus unserer Sicht eher wenig Sinn macht“, sagt er. „Wir können nur sagen, dass die Aktien für uns aktuell eine stark bevorzugte Anlageklasse darstellen, und hier vor allem die (süd)europäischen Aktien, die noch deutlich unter ihrem Fair-Wert gehandelt werden. Dazu kommt eine Dividendenrendite von durchschnittlich etwa drei Prozent. Bei Aktien sehen wir also trotz eventuellen und sogar eher wahrscheinlichen Korrekturen ein sehr attraktives Chance/Risiko-Profil!“

Die Strategie

Das Social-Trading-Depot versteht sich als Kombination eines langfristig orientierten Kernportfolios und der innovativen Anlageform des Social Trading. Einen Anteil von 60 bis 70 Prozent bildet ein Aktienportfolio, das einen Value-Ansatz verfolgt: Es wird in zehn bis 15 stark unterbewertete Einzeltitel aus dem breiten europäischen Aktienmarkt investiert, wobei die Selektion der Einzeltitel mittels Analyse der Fundamentalkriterien beziehungsweise der Bilanzdaten erfolgt. Der Social-Trading-Anteil beträgt zwischen 30 und 40 Prozent und wird in wikifolio-Indexzertifikate investiert: Diese bilden unterschiedliche Strategien von Top-Tradern auf wikifolio.com ab. Das Social-Trading-Depot soll in der Regel voll investiert sein. Der Anlagehorizont ist mittel- bis langfristig ausgerichtet und sieht nur selten Umschichtungen vor. Betreut wird das Social-Trading-Depot von Bayerische Vermögen AG.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Hätten die Griechen für weitere Sparpakete und damit faktisch für den Verbleib in der Euro-Zone gestimmt, wäret der bisherige Status Quo mehr oder weniger erhalten geblieben. Durch das „Nein“ wird es neue Akte des griechischen Dramas geben. Aus der Sicht der Währungsunion könnte dies einen Präzedenzfall schaffen, wenn ein Land aus der Euro-Zone ausscheiden würde.

Wir gehen allerdings nicht davon aus, dass selbst bei so einem dramatischen Szenario die wirtschaftliche Erholung Europas infrage gestellt wird oder dass die Aktienmärkte dadurch kollabieren würden. Dementsprechend unternehmen wir keine Ad-hoc Maßnahmen vor dem Referendum in Griechenland. Wir konzentrieren uns nach wie vor auf das Value-Stock Picking und sind mit über 96 Prozent Investitionsquote beinahe voll investiert.                   

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