Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

05.03.2014

21:48 Uhr

Musterdepots

Europa erholt sich zur rechten Zeit

Die Lage auf der Krim bleibt angespannt, die Börsen wackeln. Gut, dass die europäische Konjunktur gerade jetzt anzieht. Die Meldung sorgt für Entspannung. Was Aktien anbelangt, ist diese Erholung aber längst eingepreist.

Alexander Kovalenko

Alexander Kovalenko

Trotz einer nach wie vor angespannten Situation auf der Krim scheinen die internationalen Börsen das Thema erst mal verarbeitet zu haben. Unterstützend wirkten die letzten konjunkturellen Meldungen aus der Eurozone. Die europäischen Dienstleister haben im Februar ihr Geschäft so stark ausgebaut wie seit mehr als zwei Jahren nicht mehr. Die höchste Wachstumsrate wurde, wie in der letzten Zeit üblich, in Deutschland verzeichnet. Ganz wichtig: Dieser Prozess ging mit den Neueinstellungen am Arbeitsmarkt einher. Die Beschäftigungslage in der Europeripherie bleibt allerdings höchst problematisch.    

Auch die Autobauer blicken besorgt auf die Situation in Osteuropa, denn Russland ist ein wichtiger Absatzmarkt. Auf dem Genfer Autosalon herrscht nichtsdestotrotz vorsichtiger Optimismus. Selbst die Hersteller, die stark an den in der Vergangenheit schwierigen europäischen Markt gebunden sind, gehen von einem leichten Wachstum in Europa aus.  

Alexander Kovalenko

Der Anleger

Alexander Kovalenko arbeitet für Bayerische Vermögen. „Wir machen normalerweise keine Prognosen, weil es aus unserer Sicht eher wenig Sinn macht“, sagt er. „Wir können nur sagen, dass die Aktien für uns aktuell eine stark bevorzugte Anlageklasse darstellen, und hier vor allem die (süd)europäischen Aktien, die noch deutlich unter ihrem Fair-Wert gehandelt werden. Dazu kommt eine Dividendenrendite von durchschnittlich etwa drei Prozent. Bei Aktien sehen wir also trotz eventuellen und sogar eher wahrscheinlichen Korrekturen ein sehr attraktives Chance/Risiko-Profil!“

Die Strategie

Das Social-Trading-Depot versteht sich als Kombination eines langfristig orientierten Kernportfolios und der innovativen Anlageform des Social Trading. Einen Anteil von 60 bis 70 Prozent bildet ein Aktienportfolio, das einen Value-Ansatz verfolgt: Es wird in zehn bis 15 stark unterbewertete Einzeltitel aus dem breiten europäischen Aktienmarkt investiert, wobei die Selektion der Einzeltitel mittels Analyse der Fundamentalkriterien beziehungsweise der Bilanzdaten erfolgt. Der Social-Trading-Anteil beträgt zwischen 30 und 40 Prozent und wird in wikifolio-Indexzertifikate investiert: Diese bilden unterschiedliche Strategien von Top-Tradern auf wikifolio.com ab. Das Social-Trading-Depot soll in der Regel voll investiert sein. Der Anlagehorizont ist mittel- bis langfristig ausgerichtet und sieht nur selten Umschichtungen vor. Betreut wird das Social-Trading-Depot von Bayerische Vermögen AG.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Bei unseren wikifolio-Positionen wurde in den letzten Tagen die Liquiditätsquote aktiv gesteuert. So beträgt sie bei „SR wisdom capital spekulativ“ aktuell zirka 80 Prozent. Neue Impulse werden von den Portfoliomanagern Ende der Woche aus den USA erwartet, wo die Arbeitsmarktzahlen veröffentlicht werden. Das Allzeit-Hoch vom 04.03.2013 beim amerikanischen S&P 500 Index hat dem „USD Opportunities“-wikifolio von Christoph Breetz sehr gut getan. 

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×