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14.12.2015

20:00 Uhr

Musterdepots

Europäische Aktien für die Sicherheit

In einem sind sich Ökonomen sicher: Das Jahr 2016 wird erneut ein volatiles an den Märkten. Im Depot gelten europäische Aktien noch als sicherste Anlagen. Im ersten Halbjahr steckt nicht zuletzt im Dax einiges Potenzial.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

FrankfurtAufgrund unserer positiven Konjunktureinschätzung gehen wir davon aus, dass auch im nächsten Jahr Aktien die interessanteste und vielversprechendste Anlagekategorie sein werden. Bleibt die Rezession auch 2016 aus, stehen die Chancen gut, dass die Unternehmensgewinne zumindest moderat wachsen werden.

Die zum Teil prozentual zweistelligen Konsensprognosen der Unternehmensanalysten halten wir zwar wie schon in den Vorjahren für zu optimistisch. Eine graduelle Verbesserung ist nichtsdestotrotz realistisch. Dies gilt insbesondere für europäische Unternehmen, die von der stabilen wirtschaftlichen Entwicklung in ihren Heimatmärkten, anhaltend günstigen Finanzierungsbedingungen, niedrigen Rohstoffpreisen und dem schwachen Euro profitieren. Allerdings wird die Entwicklung nicht geradlinig verlaufen, sondern man wird sich erneut auf ein volatiles Jahr gefasst machen müssen.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Zudem wird Geduld gefragt sein, denn angesichts der vielfältigen Risiken ist es gut möglich, dass Anleger wie schon 2015 zeitweise den Wald vor lauter nicht Bäumen sehen. Die zuletzt wieder besseren konjunkturellen Frühindikatoren sprechen unseres Erachtens dafür, dass wir ins Jahr 2016 mit dem typischen Saisonmuster starten werden, das heißt mit Kursgewinnen.

Der Dax sollte in der ersten Jahreshälfte mit über 12.000 Punkten seine Höchststände aus dem Jahr 2015 erreichen. Die erwarteten, wenn auch wohl moderat ausfallenden Zinserhöhungen der Federal Reserve, die Präsidentschaftswahlen in den USA und die vergleichsweise ambitionierte Erwartungen für Unternehmensgewinne bei gleichzeitig nicht mehr günstigen Bewertungen könnten es aber schwierig machen, diese Marke bis zum Jahresende zu verteidigen.

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