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08.01.2015

21:25 Uhr

Musterdepots

Europäische vs. amerikanische Titel

Die Notenbanken lassen weltweit die Aktienkurse steigen. Doch in welche Titel soll man nun investieren? Für Alexander Kovalenko ist die Antwort auf die Frage klar. Er setzt auf europäische Aktien.

Alexander Kovalenko

Alexander Kovalenko

Der Internationale Währungsfonds erwartet 2015 3,1 Prozent Wachstum für die US-amerikanische Volkswirtschaft und somit die höchste Rate unter allen großen Industrieländern. Die aktuellsten Daten vom amerikanischen Arbeitsmarkt bestätigen den optimistischen Ausblick.

Im Jahr 2014 haben die Arbeitgeber insgesamt etwa 483.000 Entlassungen gemeldet, was fünf Prozent weniger als 2013 und der niedrigste Wert seit 1997 ist. Die meisten Ökonomen gehen davon aus, dass sich der positive Arbeitsmarkttrend auch 2015 in den USA fortsetzen wird.

Alexander Kovalenko

Der Anleger

Alexander Kovalenko arbeitet für Bayerische Vermögen. „Wir machen normalerweise keine Prognosen, weil es aus unserer Sicht eher wenig Sinn macht“, sagt er. „Wir können nur sagen, dass die Aktien für uns aktuell eine stark bevorzugte Anlageklasse darstellen, und hier vor allem die (süd)europäischen Aktien, die noch deutlich unter ihrem Fair-Wert gehandelt werden. Dazu kommt eine Dividendenrendite von durchschnittlich etwa drei Prozent. Bei Aktien sehen wir also trotz eventuellen und sogar eher wahrscheinlichen Korrekturen ein sehr attraktives Chance/Risiko-Profil!“

Die Strategie

Das Social-Trading-Depot versteht sich als Kombination eines langfristig orientierten Kernportfolios und der innovativen Anlageform des Social Trading. Einen Anteil von 60 bis 70 Prozent bildet ein Aktienportfolio, das einen Value-Ansatz verfolgt: Es wird in zehn bis 15 stark unterbewertete Einzeltitel aus dem breiten europäischen Aktienmarkt investiert, wobei die Selektion der Einzeltitel mittels Analyse der Fundamentalkriterien beziehungsweise der Bilanzdaten erfolgt. Der Social-Trading-Anteil beträgt zwischen 30 und 40 Prozent und wird in wikifolio-Indexzertifikate investiert: Diese bilden unterschiedliche Strategien von Top-Tradern auf wikifolio.com ab. Das Social-Trading-Depot soll in der Regel voll investiert sein. Der Anlagehorizont ist mittel- bis langfristig ausgerichtet und sieht nur selten Umschichtungen vor. Betreut wird das Social-Trading-Depot von Bayerische Vermögen AG.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Bei unserem Musterdepot sind wir über zwei wikifolios – „USD Opportunities“ und „ETF-Werte des ICAX“ in US-amerikanische Titel investiert. Die europäischen Aktienmärkte sind allerdings deutlich günstiger bewertet und bergen unseres Erachtens mehr Kurspotential für die nächsten Jahre. Dementsprechend liegt unser Investmentfokus vor allem auf europäischen Werten.

Der Portfoliomanager Sebastian Reese baut bei seinem „SR wisdom capital spekulativ“-wikifolio erste Positionen wieder auf, nachdem er kurz vor dem Jahreswechsel hundert Prozent Liquidität gehalten hat. Aktuell befinden sich zwei Aktien aus dem Rohstoffsektor – BP und Occidential Petrolium – im Portfolio. Gerade bei den Rohstoffaktien sieht Herr Reese im Jahr 2015 interessante Opportunitäten.

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