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12.10.2015

17:46 Uhr

Musterdepots

Europas Marken werden VW-Lücke stopfen

Bislang hatte der VW-Skandal wenig Folgen für das Social-Trading-Depot unseres Anlegers Alexander Kovalenko. Er glaubt zwar, dass die Folgen kurzfristig schmerzhaft sein könnten, langfristig aber nicht gravierend sind.

Alexander Kovalenko

Alexander Kovalenko

DüsseldorfDer VW-Skandal bleibt eines der wichtigsten und meist diskutierten Themen in der Wirtschaftspresse. Für die deutsche Wirtschaft kann die Rolle des Automobilsektors kaum überschätzt werden. Aus unserer Sicht können die kurzfristigen Folgen schmerzhaft sein, langfristig dürften jedoch die deutschen Autobauer ihren weltweit guten Ruf nicht verlieren. Der Skandal hatte bisher nur bedingte negative Folgen für unser Musterdepot.

Die Peugeot-Aktie musste zwar in den ersten Tagen deutliche Kursverluste verkraften, konnte sich aber im Anschluss wieder deutlich erholen. Der französische Autobauer, welcher nach VW der zweitgrößte europäische Autohersteller ist, hat sogar gute Chancen, seine Position auf dem europäischen Markt zu stärken. Volkswagen wird sehr wahrscheinlich einen bestimmten Marktanteil verlieren müssen. Die entstandene Lücke im Massensegment wird laut Fachleuten eher unter den europäischen Marken verteilt.

Alexander Kovalenko

Der Anleger

Alexander Kovalenko arbeitet für Bayerische Vermögen. „Wir machen normalerweise keine Prognosen, weil es aus unserer Sicht eher wenig Sinn macht“, sagt er. „Wir können nur sagen, dass die Aktien für uns aktuell eine stark bevorzugte Anlageklasse darstellen, und hier vor allem die (süd)europäischen Aktien, die noch deutlich unter ihrem Fair-Wert gehandelt werden. Dazu kommt eine Dividendenrendite von durchschnittlich etwa drei Prozent. Bei Aktien sehen wir also trotz eventuellen und sogar eher wahrscheinlichen Korrekturen ein sehr attraktives Chance/Risiko-Profil!“

Die Strategie

Das Social-Trading-Depot versteht sich als Kombination eines langfristig orientierten Kernportfolios und der innovativen Anlageform des Social Trading. Einen Anteil von 60 bis 70 Prozent bildet ein Aktienportfolio, das einen Value-Ansatz verfolgt: Es wird in zehn bis 15 stark unterbewertete Einzeltitel aus dem breiten europäischen Aktienmarkt investiert, wobei die Selektion der Einzeltitel mittels Analyse der Fundamentalkriterien beziehungsweise der Bilanzdaten erfolgt. Der Social-Trading-Anteil beträgt zwischen 30 und 40 Prozent und wird in wikifolio-Indexzertifikate investiert: Diese bilden unterschiedliche Strategien von Top-Tradern auf wikifolio.com ab. Das Social-Trading-Depot soll in der Regel voll investiert sein. Der Anlagehorizont ist mittel- bis langfristig ausgerichtet und sieht nur selten Umschichtungen vor. Betreut wird das Social-Trading-Depot von Bayerische Vermögen AG.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Unsere zweite direkte Position bei der Automobilbranche – der Zulieferer Rheinmetall – befindet sich dank der guten operativen Entwicklung des Unternehmens bereits wieder auf dem Vor-Skandal-Niveau und gehört, gemessen an der relativen Stärke, zu den stärksten Titeln im Stoxx Europe 600 Universum.

Der wikifolio-Manager Holger Degener hat bei seinem „Dividende und Eigenkapital Deutschland“-wikifolio die Freenet-Position um etwa 30 Prozent aufgestockt.

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