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04.05.2015

18:58 Uhr

Musterdepots

Europas Zugpferde verlieren an Kraft

Die Euro-Wirtschaft befindet sich weiter auf einem Erholungskurs. Doch das liegt ausnahmsweise nicht an Deutschland. Vor allem Österreich und Italien sorgen für eine Überraschung. Was das für die Musterdepots bedeutet.

Alexander Kovalenko

Alexander Kovalenko

Am Montag hat das Forschungsinstitut Markit die Ergebnisse seiner aktuellen Umfrage unter rund 3000 Unternehmen veröffentlicht. Der auf Basis dieser Umfrage erstellte Einkaufsmanagerindex für die Industrie der Euro-Zone ist im April marginal um 0,2 auf 52,0 Zähler gesunken. Da der Wert aber nach wie vor deutlich über der Grenzmarke von 50 Punkten liegt, bedeutet dies ein Wachstum zum Vormonat und somit einen fortsetzenden moderaten Aufschwung des Industriesektors.

Wenn die einzelnen Länder der Euro-Zone unter die Lupe genommen werden, erkennt man deutliche Unterschiede. Die Zugpferde der letzten Monate – Deutschland, Spanien und Irland – haben ein leichtes Nachlassen des Aufschwungtempos verzeichnet.   

Alexander Kovalenko

Der Anleger

Alexander Kovalenko arbeitet für Bayerische Vermögen. „Wir machen normalerweise keine Prognosen, weil es aus unserer Sicht eher wenig Sinn macht“, sagt er. „Wir können nur sagen, dass die Aktien für uns aktuell eine stark bevorzugte Anlageklasse darstellen, und hier vor allem die (süd)europäischen Aktien, die noch deutlich unter ihrem Fair-Wert gehandelt werden. Dazu kommt eine Dividendenrendite von durchschnittlich etwa drei Prozent. Bei Aktien sehen wir also trotz eventuellen und sogar eher wahrscheinlichen Korrekturen ein sehr attraktives Chance/Risiko-Profil!“

Die Strategie

Das Social-Trading-Depot versteht sich als Kombination eines langfristig orientierten Kernportfolios und der innovativen Anlageform des Social Trading. Einen Anteil von 60 bis 70 Prozent bildet ein Aktienportfolio, das einen Value-Ansatz verfolgt: Es wird in zehn bis 15 stark unterbewertete Einzeltitel aus dem breiten europäischen Aktienmarkt investiert, wobei die Selektion der Einzeltitel mittels Analyse der Fundamentalkriterien beziehungsweise der Bilanzdaten erfolgt. Der Social-Trading-Anteil beträgt zwischen 30 und 40 Prozent und wird in wikifolio-Indexzertifikate investiert: Diese bilden unterschiedliche Strategien von Top-Tradern auf wikifolio.com ab. Das Social-Trading-Depot soll in der Regel voll investiert sein. Der Anlagehorizont ist mittel- bis langfristig ausgerichtet und sieht nur selten Umschichtungen vor. Betreut wird das Social-Trading-Depot von Bayerische Vermögen AG.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Fortschritte gab es dagegen bei den Niederlanden, Österreich und vor allem Italien, welches das stärkste Wachstum seit einem Jahr aufweisen konnte. Die zwei größten Problemkinder der Euro-Zone bleiben laut Markit Umfrage Griechenland und Frankreich. 

Nichtsdestotrotz konnte der französische Automarkt im April erneut zulegen. Davon profitieren unsere direkten Exposures aus dem französischen Automobilsektor – der Peugeot-Citroen Konzern und der Reifenhersteller Michelin. Die beiden Titel befinden sich im Aktienkernportfolio des Musterdepots sowie im „VSAK - Value Europa“-wikifolio der Bayerische Vermögen (WKN: LS9BPF).

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