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04.06.2014

19:41 Uhr

Musterdepots

EZB-Entscheidung – viel Lärm um nichts

Vor der EZB-Zinsentscheidung nimmt die Nervosität zu. Die Erwartungen an Draghi sind hoch, das Enttäuschungspotenzial enorm. Doch die Erfahrungen haben gezeigt, dass derartige Unsicherheiten kurzfristiger Natur sind.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Vor der morgigen Zinsentscheidung der EZB nimmt die Nervosität an den Aktienmärkten zu. Die Erwartungen an die morgige EZB-Sitzung sind immens hoch, wobei das Risiko einer Enttäuschung aktuell größer als das einer positiven Überraschung zu sein scheint. Einige Markteilnehmer nehmen deshalb Gewinne der letzten Zeit mit, um dann die Entscheidung Draghis abzuwarten.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Wir dagegen belassen unser Portfolio unverändert. Die Erfahrungen haben gezeigt, dass derartige Unsicherheiten eher kurzfristiger Natur sind. Konjunkturell gab es bei den heuten veröffentlichten Daten keine Überraschung und auch die Einkaufsmanagerindizes hatten keine direkten Auswirkungen auf die Märkte. Auf Unternehmensseite stechen mit einem Verlust von knapp zwei Prozent die Aktien von VW heraus. Für die Übernahme des schwedischen LKW-Produzenten Scania benötigt der Wolfsburger Konzern weitere zwei Milliarden Euro. Der Emissionspreis der neuen Stücke liegt bei 191 Euro und drückt somit den aktuellen Aktienkurs.

Volkswagen plant zudem die Emission einer Yuan-Anleihe. Derzeit begeben immer mehr Unternehmen Anleihen in chinesischer Währung. Die Anleihe ist zwar mit einem Gegenwert von ca. 125 Million US-Dollar nicht besonders groß, aber auch andere bekannte Automobilbauer haben bereits derartige Anleihen begeben. Zusätzlich ist die Anleihe mit Forderungen an chinesische Unternehmen besichert. Wir verzichten auf Investitionen in diesen Bereich und warten ab, bis sich dieser Anleihebereich entsprechend etabliert hat.  

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

04.06.2014, 20:33 Uhr

@HB

Können Sie uns etwas mehr über diese VW Yuan-Anleihe verraten? Warum soll es gut sein sich in Yuan zu verschulden? Erwartet man Währungseffekte oder geht's um was anderes?

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