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22.01.2015

19:01 Uhr

Musterdepots

EZB legt vor, Fed muss folgen

Georgios Kokologiannis ist gespannt, wie die Federal Reserve auf das Anleihekaufprogramm der EZB reagieren wird. Im Mittelpunkt steht dabei der US-Leitzins. Experten rechnen im Spätsommer mit einer Anhebung.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Alle Augen richten sich derzeit auf die Europäische Zentralbank (EZB) und ihre ultralockere Geldpolitik. Unmittelbar nach der Ankündigung von Staats- und Firmenanleihekäufen stieg der Dax am Donnerstag auf ein neues Rekordhoch, der Euro fiel dagegen weiter zurück.

Interessant bleibt nun aber auch, wie die US-Notenbank Fed weiter vorgehen wird. Die Experten sind sich darüber uneins: IWF-Chefin Christine Lagarde sagte beim Weltwirtschaftsforum in Davos, dass sie mit einer ersten Zinserhöhung bereits im Sommer rechnet. Es zeige, dass sich die US-Wirtschaft weiter erhole und an Stärke gewinne. Negative Begleiterscheinungen schließt sie zwar nicht aus, hält sie zugleich aber für relativ gering.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Die Investmentbank Goldman Sachs geht dagegen davon aus, dass die Fed mindestens bis September warten wird. „Der starke Dollar könnte sogar ein Grund werden, um die Zinsanhebung weiter zu verschieben“, sagte Chefaktienstratege Peter Oppenheimer kürzlich im Handelsblatt-Interview. 

Auch ich bin gespannt, wie lange Fed-Chefin Janet Yellen eine starke heimische Währung hinnehmen wird. Sollte sich die erste Zinserhöhung nach hinten verschieben, käme das den Aktienanlegern entgegen. Übrigens auch in Europa. Denn sobald sich in den USA die Windrichtung ändert, müssten die Märkte sicherlich auch hierzulande Abstriche machen – egal wie viel Geld die EZB in die Märkte pumpt.

Kommentare (4)

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Herr Uwe Warschkow

22.01.2015, 19:35 Uhr

Der Euro ist jetzt mit 1,13 so hoch bewertet,wie Anfang Mai 2003.Damals,der ungerechte Irakkrieg 2003 war gerade beendet,verkauften viele Anleger den Dollar und kauften dafür den Euro.Der Grund war simpel:Die Anleger wollten die Amerikaner für den ungerechten Krieg im Irak bestrafen.Vor allem Anleger aus Europa,dem Nahen Osten und Russland handeln nach dieser Devise.Nun- das ist längst vergessen.Jetzt zählen wieder Fakten.Der Euro wird weiter verlieren.

Account gelöscht!

22.01.2015, 19:38 Uhr

EZB legt vor, Fed muss folgen

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USA ist nicht so unvernünftig wie Europa !!!

Obwohl noch im Jahr 2015...

der Amerikaner für einen US-Dollar gleich 1,10 Euro

bekommen wird...wird dieses Europas Wirtschaft

nicht ankurbeln !!!




Herr Thomas Albers

22.01.2015, 20:34 Uhr

"hält sie zugleich aber für relativ gering."

Also wenn ich überlege, ob ich EU-Notenbanken oder den USA Geld leihen würde, müsste ich nicht so lange überlegen. Der Euro wird nicht wertvoller, die Zinsen in den USA höher, ob die Europäer ohne Katastrophen aus den Krisen kommen wird unwahrscheinlicher... Genauso wie ich werden vielleicht auch andere denken, wenn die USA die Zinsen hebt. ;)

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