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05.05.2015

19:23 Uhr

Musterdepots

Fällt der Dax unter 11.000 Punkte?

Daniel Hupfer blickt auf die überraschend starken US-Konzernbilanzen, Alexander Kovalenko favorisiert den österreichischen Aktienmarkt und Georgios Kokologiannis schützt sein Depot vor Extremszenarien. Die Musterdepots.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Die Berichtssaison in den USA verläuft erneut positiv: Bislang haben 356 Unternehmen aus dem S&P-500 Zahlen für das erste Quartal vorgelegt, 252 Unternehmen meldeten höhere Gewinne als erwartet. Dies entspricht einem sogenannten „Surprise-Ratio“ von 71 Prozent und ist mit den ebenfalls guten Werten der Vorquartale vergleichbar. Wir hatten im Vorfeld gewarnt, dass insbesondere Unternehmen aus dem US-Technologiesektor unter der Stärke des US-Dollar leiden könnten, da in diesem Sektor überdurchschnittlich hohe Umsatz- und Gewinnanteile auf das Ausland entfallen.

Tatsächlich haben die Technologieunternehmen, die im Nasdaq-100 notiert sind, gemessen an den Erwartungen etwas weniger gut abgeschnitten als der breite US-Aktienmarkt – das „Surprise-Ratio“ im Nasdaq-100 liegt bis dato bei 63 Prozent.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Wir rechnen damit, dass der starke US-Dollar auch in den kommenden Monaten Spuren in den Unternehmensbilanzen hinterlassen wird. In unserem Portfolio haben wir diesen Effekt über einen etwas geringeren Anteil an US-Aktien bereits berücksichtigt. Zudem prüfen wir bei der Titelselektion, inwieweit negative Effekte aus dem starken US-Dollar die Gewinnentwicklung beeinträchtigen könnten.

Auch in Europa ist die Berichtssaison in vollem Gange. Dabei scheint sich der Trend der Vorquartale fortzusetzen, dass die Gewinne der europäischen Unternehmen ebenfalls positiv überraschen. Fundamental halten wir dies für gut unterstützt.

Die Zinsen liegen außerordentlich niedrig, so dass sich besonders große Unternehmen sehr günstig refinanzieren können, der schwache Euro stützt; und schließlich rechnen wir unverändert damit, dass die europäische Wirtschaft 2015 deutlich stärker als im vergangenen Jahr wachsen wird, was der Gewinnentwicklung der Unternehmen ebenfalls zugutekommen wird. Daher halten wir an dem hohen Anteil europäischer Aktien im Portfolio unverändert fest.

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