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15.06.2016

16:21 Uhr

Musterdepots

Falls Briten in der EU bleiben, steigen Anleger wieder ein

Nach den deutlichen Kursverlusten in den vergangenen Handelstagen gibt es bei den Musterdepotstrategen wieder erste Überlegungen, bald wieder in die Märkte zu investieren. Einige Titel sind fundamental günstig.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

FrankfurtDie Abstimmung des Vereinigten Königreichs über den Verbleib in der Europäischen Union dominiert derzeit die Wertentwicklung des britischen Pfunds. Die Märkte reagieren dabei nervös auf jedes neue Umfrageergebnis. Entsprechend ist das britische Pfund zuletzt wieder unter Druck gekommen, nachdem sich die Umfragewerte zugunsten eines Brexits verschoben haben.

Der Ausgang der Abstimmung ist kaum zu prognostizieren, zu knapp liegen die beiden Lager beisammen. Dagegen lässt sich einiges über die Entwicklung nach dem Votum sagen. Stimmen die Briten für den Verbleib in der EU, könnte dies zu einem Platzen eines Knotens führen.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Viele Anleger, die sich aus Sorgen mit ihren Investments in Großbritannien zurückgehalten haben, werden wieder einsteigen und zu einem Kapitalzufluss in das Vereinigte Königreich beitragen. Das britische Pfund dürfte spürbar aufwerten. Da dieser Effekt längere Tage anhalten sollte, haben wir uns bereits einige Werte zurecht gelegt, um schnell handeln zu können.

Anders sieht es aus, wenn die Briten für einen Austritt aus der EU stimmen. In dem Fall wäre zunächst die Unsicherheit groß. Viele Investoren könnten von dem Ausgang der Abstimmung überrascht werden, denn anhand der Buchmacherquoten lässt sich ablesen, dass derzeit noch die Mehrheit an einen EU-Verbleib glaubt.

Dies lässt den Schluss zu, dass im tatsächlichen Brexit-Fall noch ein erheblicher Kurssturz auf das Britische Pfund zukommen könnte. Ein Rückgang um fünf Cent gegenüber dem Euro und gegenüber dem US-Dollar scheint möglich.

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