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10.04.2016

14:32 Uhr

Musterdepots

Fed hat die Anleger nicht enttäuscht

Die am Mittwoch veröffentlichten Fed Protokolle haben Anlegern endlich Klarheit über die Politik der US-Notenbank verschafft, findet „Handelsblatt”-Autor Daniel Hupfer. Eine Zinserhöhung im April? Eher nicht.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

DüsseldorfEnde vergangener Woche haben die Kapitalmarktteilnehmer ihr Augenmerk verstärkt auf die Veröffentlichung der Protokolle der letzten Notenbanksitzungen der US-Notenbank und der Europäischen Zentralbank gelegt. Sie erhofften sich Klarheit über die zukünftige Geldpolitik der Notenbanker. Und die Hoffnungen wurden auch nicht enttäuscht.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Aus dem Protokoll der US-Notenbank wird deutlich, dass zwar kontrovers über die Notenwendigkeit, Termine und Anzahl der Zinserhöhungsschritte diskutiert wurde, allerdings die Vorsicht im Offenmarktausschuss trotz der weiterhin guten Arbeitsmarktdaten in den USA doch überwiegt. Die aktuelle Inflationsentwicklung, die von einigen Marktteilnehmern schon als Begründung für schnellere und stärkere Zinsanhebungen herangezogen wurde, sei doch stark von sehr volatilen Komponenten geprägt und daher ein nachhaltiger Preisanstieg sehr unwahrscheinlich.

Die Vorsicht der US-Notenbank begründet sich aber hauptsächlich darin, dass es weiterhin zahlreiche externe Gefahren für die Entwicklung der US-Wirtschaft gebe, die auch zu den Turbulenzen an den Kapitalmärkten zu Jahresbeginn geführt hätten. Auch die sich abschwächende Dynamik in der Entwicklung der Weltwirtschaft macht dem Offenmarktausschuss Sorgen. Das Protokoll zeigt eindeutig, dass eine nicht zu vernachlässigende Anzahl an Fed-Ökonomen sich gegen eine Zinserhöhung im April ausgesprochen hat.

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