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27.08.2014

21:12 Uhr

Musterdepots

Fokus auf amerikanische Nebenwerte

Experten des Vermögensverwalters Axa Investment Managers raten derzeit zum Kauf amerikanischer Nebenwerte. Die „vermeintlich“ hohen Bewertungen finden sie unproblematisch. Georgios Kokologiannis sieht das anders.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Anleger sollten den Kauf amerikanischer Nebenwerte in Erwägung ziehen. Dazu raten jetzt Experten des Vermögensverwalters Axa Investment Managers. Dieser Sektor habe sich zwar seit Ende vergangenen Jahres wegen enttäuschender Geschäftsentwicklungen schlechter entwickelt als Aktien mit höherer Marktkapitalisierung – doch nun würden sich die Unternehmensgewinne erholen.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Auch die „vermeintlich" hohen Bewertungen finden die Strategen unproblematisch. Schließlich böten die Small Caps höhere Ertragschancen: Niedrig kapitalisierte Aktien seien traditionell höher bewertet als Large Caps, dafür verfügten sie aber auch über substanziell höhere Wachstumsraten. Zudem sei das Kurs-Gewinnverhältnis (KGV) durch die jüngste Korrektur gesunken.

Mich überzeugt die Argumentation nicht. Ein Blick in die Datenbanken des Wirtschaftsdienstes Bloomberg offenbart: Für Aktien aus dem Nebenwerte-Index Russel 2000 etwa müssen Investoren immer noch mehr als den fünfzigfachen (!) Jahresgewinn zahlen.

Zum Vergleich: Das KGV des S&P 500 liegt knapp dreimal niedriger – und schon das ist alles andere als günstig. Abgesehen von der Zeit der Technologie-Blase um die Jahrtausendwende ist der US-Leitindex seit seinem Bestehen nur in fünf Prozent der Zeit mit Kurs-Gewinn-Verhältnissen von über 15,9 bewertet worden.

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