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23.06.2016

21:07 Uhr

Musterdepots

Fokus auf das Brexit-Votum

Der Blick auf die Märkte zeigt: Die Mehrzahl der Investoren rechnet nicht mit einem Ausstieg der Briten auf der EU. Was wäre aber, wenn es eine Überraschung gäbe?

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Derzeit konzentrieren sich die Anleger auf die Geschehnisse in Großbritannien und deren Folgen für die britische Konjunktur und die Kapitalmärkte. Nachrichten außerhalb dieses Ereignisses werden kaum wahrgenommen.

Allerdings waren die zuletzt veröffentlichten Konjunkturdaten auch eher unauffällig. Unser Konjunkturzyklusmodell, welches wir seit langer Zeit zur Bestimmung von konjunkturellen Wendepunkten im Einsatz haben, hat sich dennoch leicht verbessert.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Danach ist die globale Wirtschaftsentwicklung tendenziell leicht positiv, so dass wir von dieser Seite aktuell mit wenig Störfeuer zu rechnen haben. Auch von der amerikanischen Notenbank gehen derzeit keine Probleme für die Aktienmärkte aus. So hatte die Fed den Leitzins zuletzt unangetastet gelassen. Die Fed-Funds-Rate liegt weiterhin in einer Spanne zwischen 0,25 Prozent und 0,50 Prozent. Der sogenannte Dot-Plot, in dem die Einzelprognosen der Mitglieder des FOMC durch Punkte dargestellt werden, zeigt jedoch, dass die Zinsphantasien der FOMC- Mitglieder weitestgehend der Ernüchterung gewichen sind.

Ein Vergleich des Dot-Plots aus der März-Sitzung mit dem aus der Juni Sitzung zeigt jedoch, dass die Anzahl der FOMC-Mitglieder, die nur noch von einer Zinserhöhung ausgehen von einem auf sechs angestiegen ist. Gab es im März noch sieben Notenbanker, die sogar drei bis vier Zinsschritte in Betracht gezogen haben, so ist dieser Wert im Juni auf zwei gesunken. Der mögliche Brexit dominiert derzeit das Geschehen an den Kapitalmärkten.

Die Umfragen sprechen momentan eher für eine abnehmende Brexit-Wahrscheinlichkeit, jedoch wird es in jedem Fall am Donnerstag ein Kopf-an-Kopf Rennen geben. Dies liegt vor allem auch daran, dass die Anzahl der Unentschlossenen nach wie vor sehr hoch ist. Daher macht es für einen Investor auch noch keinen Sinn, sich schon jetzt klar und mit hoher Konfidenz auf der einen oder anderen Seite zu positionieren.

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