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28.07.2014

20:53 Uhr

Musterdepots

Frühzeitig auf unruhige Zeiten ausgerichtet

Analysten der Investmentbank Goldman Sachs werden misstrauischer. Die Zinswende der US-Notenbank Fed rückt näher und könnte die Aktienbörsen belasten. Für diesen Fall hat sich unser Redakteur schon gerüstet.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Die skeptischen Stimmen zum Aktienmarkt mehren sich. Mittlerweile rät auch Goldman Sachs zu mehr Zurückhaltung bei  Engagements an der Börse. Experten der US-Investmentbank haben jetzt ihre Kurzfrist-Empfehlung für internationale Dividendentitel auf „neutral“ herabgestuft. Offensichtlich gehen die Analysten davon aus, dass die US-Notenbank entgegen der Hoffnung vieler Optimisten die Leitzinsen doch planmäßig und spürbar anheben wird.

Ein Anstieg der Zinsen werde die Notierungen an den Aktienbörsen in den nächsten drei Monaten belasten. Außerdem gehen die Analysten davon aus, dass sich das globale Wirtschaftswachstums nicht weiter beschleunigen dürfte, gleichzeitig hätten die geopolitischen Risiken aber zugenommen.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Da ich das Handelsblatt-Portfolio frühzeitig auf unruhige Börsenzeiten ausgerichtet habe, kann ich ganz gelassen bleiben:  Zwei Drittel des Depotkapitals sind mittlerweile in speziellen Anlageprodukten investiert, die entweder kaum unter den fallenden Aktienkursen leiden – oder davon sogar profitieren. Dazu gehören mehrere „Reverse Bonuszertifikate“ auf den Dax sowie den S&P 500. Diese Derivate entwickeln sich tendenziell entgegengesetzt zum deutschen beziehungsweise zum amerikanischen Leitindex – und kompensieren dadurch Verluste anderer Positionen.

Das restliche Drittel halte ich in Form von Cash. Direktinvestitionen ohne Absicherung durch spezielle Zertifikate oder Optionsscheine würde ich erst bei deutlich niedrigeren Notierungen am Aktienmarkt in Erwägung ziehen – frühestens bei zum Beispiel einem Dax-Stand von 8.000 bis 8.500 Punkten. Am wahrscheinlichsten halte ich allerdings weiterhin das Szenario, auf das ich mein Depot bereits sein Ende Januar ausgerichtet habe: Eine schwankungsbreite Seitwärtsbewegung von bis zu rund 600 Punkten beim Dax um seinen Jahresanfangsstand von 9552 Zählern.

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