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18.03.2014

19:07 Uhr

Musterdepots

Für Schnäppchen ist es noch zu früh

Die Krim-Krise scheint vorerst beendet zu sein. Die Autoren blicken bereits nach vorn. Für sie spielen der europäische Automarkt, die amerikanische Wirtschaft und chinesische Staatsanleihen nun eine große Rolle.

Alexander Kovalenko

Alexander Kovalenko

Der europäische Automarkt ist den sechsten Monat in Folge gewachsen. Im Vergleich zum Vorjahr wurden im Februar acht Prozent mehr Fahrzeuge abgesetzt. Bis auf Frankreich haben die Verkäufe in allen großen westeuropäischen Ländern zugelegt.  Vor allem die Massenhersteller konnten deutliche Fortschritte verzeichnen. So gelang es dem französischen Autobauer Peugeot Citroen, der Bestandteil unseres Musterdepots ist, seinen Absatz um sieben Prozent zu steigern, Renault wuchs um ca. vier Prozent, Ford verkaufte ganze zwölf Prozent mehr als im Vorjahr. 

Alexander Kovalenko

Der Anleger

Alexander Kovalenko arbeitet für Bayerische Vermögen. „Wir machen normalerweise keine Prognosen, weil es aus unserer Sicht eher wenig Sinn macht“, sagt er. „Wir können nur sagen, dass die Aktien für uns aktuell eine stark bevorzugte Anlageklasse darstellen, und hier vor allem die (süd)europäischen Aktien, die noch deutlich unter ihrem Fair-Wert gehandelt werden. Dazu kommt eine Dividendenrendite von durchschnittlich etwa drei Prozent. Bei Aktien sehen wir also trotz eventuellen und sogar eher wahrscheinlichen Korrekturen ein sehr attraktives Chance/Risiko-Profil!“

Die Strategie

Das Social-Trading-Depot versteht sich als Kombination eines langfristig orientierten Kernportfolios und der innovativen Anlageform des Social Trading. Einen Anteil von 60 bis 70 Prozent bildet ein Aktienportfolio, das einen Value-Ansatz verfolgt: Es wird in zehn bis 15 stark unterbewertete Einzeltitel aus dem breiten europäischen Aktienmarkt investiert, wobei die Selektion der Einzeltitel mittels Analyse der Fundamentalkriterien beziehungsweise der Bilanzdaten erfolgt. Der Social-Trading-Anteil beträgt zwischen 30 und 40 Prozent und wird in wikifolio-Indexzertifikate investiert: Diese bilden unterschiedliche Strategien von Top-Tradern auf wikifolio.com ab. Das Social-Trading-Depot soll in der Regel voll investiert sein. Der Anlagehorizont ist mittel- bis langfristig ausgerichtet und sieht nur selten Umschichtungen vor. Betreut wird das Social-Trading-Depot von Bayerische Vermögen AG.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Die erzielten Erfolge sind allerdings durch einige Fakten überschattet. Zum einen bleibt der vergangene Monat der zweitschlechteste Februar seit etwa zehn Jahren. Zum anderen waren die höheren Verkaufszahlen entweder, wie in Spanien, der staatlichen Abwrackprämie oder auch starken Rabattierungen zu verdanken, was natürlich die Gewinnmargen unter Druck setzte. Nichtsdestotrotz stützt der in den letzten Monaten kontinuierlich gestiegene Absatz die These, dass die Erholung des europäischen Automarktes immer stärker an Momentum gewinnt.

Voestalpine hat eine Meldung veröffentlicht, laut der das Unternehmen in den nächsten drei Jahren 900 Millionen Euro sparen will. Das Programm wird alle Konzernbereiche betreffen, sieht aber erst mal keine Personalentlassungen vor. Analysten haben mit einem Volumen von etwa 500 Millionen Euro gerechnet. Nach schwierigen letzten Wochen hat die Aktie am Montag und Dienstag etwa zehn Prozent zugelegt. 

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