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23.04.2015

20:05 Uhr

Musterdepots

Gegen den Abwärtstrend

Der Dax schlingert ins Minus und es sieht so aus, als stünden nun endlich alle Zeichen auf Korrektur. Unsere Autoren stemmen sich gegen den Abwärtstrend und suchen Aktien, die dennoch gut performen.

Alexander Kovalenko

Alexander Kovalenko

Die europäischen Aktienmärkte befanden sich am Donnerstag in einem klaren Rückwärtsmodus. Zu den positiven Ausnahmen gehörte die Aktie unseres Depotmitglieds Michelin. Der französische Reifenhersteller hat am Vortag eine Umsatzsteigerung für das erste Quartal des laufenden Finanzjahres bekannt gegeben, was leicht über den Analystenerwartungen lag, und seine Jahresziele bekräftigt.

Alexander Kovalenko

Der Anleger

Alexander Kovalenko arbeitet für Bayerische Vermögen. „Wir machen normalerweise keine Prognosen, weil es aus unserer Sicht eher wenig Sinn macht“, sagt er. „Wir können nur sagen, dass die Aktien für uns aktuell eine stark bevorzugte Anlageklasse darstellen, und hier vor allem die (süd)europäischen Aktien, die noch deutlich unter ihrem Fair-Wert gehandelt werden. Dazu kommt eine Dividendenrendite von durchschnittlich etwa drei Prozent. Bei Aktien sehen wir also trotz eventuellen und sogar eher wahrscheinlichen Korrekturen ein sehr attraktives Chance/Risiko-Profil!“

Die Strategie

Das Social-Trading-Depot versteht sich als Kombination eines langfristig orientierten Kernportfolios und der innovativen Anlageform des Social Trading. Einen Anteil von 60 bis 70 Prozent bildet ein Aktienportfolio, das einen Value-Ansatz verfolgt: Es wird in zehn bis 15 stark unterbewertete Einzeltitel aus dem breiten europäischen Aktienmarkt investiert, wobei die Selektion der Einzeltitel mittels Analyse der Fundamentalkriterien beziehungsweise der Bilanzdaten erfolgt. Der Social-Trading-Anteil beträgt zwischen 30 und 40 Prozent und wird in wikifolio-Indexzertifikate investiert: Diese bilden unterschiedliche Strategien von Top-Tradern auf wikifolio.com ab. Das Social-Trading-Depot soll in der Regel voll investiert sein. Der Anlagehorizont ist mittel- bis langfristig ausgerichtet und sieht nur selten Umschichtungen vor. Betreut wird das Social-Trading-Depot von Bayerische Vermögen AG.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Der schwache Euro hat einen wichtigen Beitrag zum Erfolg der Franzosen geleistet. Neben dem gestiegenen Umsatz kündigte Michelin ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von etwa 750 Millionen Euro an. Dies war eine positive Überraschung für die Marktteilnehmer. Die Aktie des Reifenherstellers war stark nachgefragt und notierte im Tageshandel bis zu sieben Prozent über dem Schlusskurs des Vortages.

 

Als Reaktion auf die Meldungen von gestern haben beinahe alle großen Investmentbanken ihre Kursziele für die Michelin-Aktie angehoben. Wir sind bei Michelin Ende Februar aufgrund der laut unseren Analysen vorhandenen Unterbewertung des Titels eingestiegen und haben seitdem einen Zwischengewinn von rund 20 Prozent eingefahren. Die Aktie bleibt weiterhin im Depot.

Kommentare (2)

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Herr Arthur Dent

24.04.2015, 00:00 Uhr

@Herr Kokolores: Fragen Sie sich nicht selber, wer nun recht hat, Sie oder die HB-Redaktion? Oder sollte ich lieber fragen, wer ehrlicher ist?

Lt. der Performance-Darstellung Ihrer Redaktion haben Sie gerade mal 0,57% Rendite eingefahren bislang. Wirklich toll ist das nicht...Für mich sind Sie mittlerweile ein antizyklischer Signalgeber: Wenn Kokolores schreibt, alle Aktien verkaufen, ich habe wieder einen Analysten gefunden, der meinen Konfirmation-Bias teilt. Und den zitiere ich. Die 394, die anderer Meinung sind, werden gar nicht erwähnt.

Wer weiß, wie viele Leser, die Ihren Tipps (es gibt auch wirklich durchdachte) vertrauten kräftig Geld verloren haben...

Herr walter rehm

24.04.2015, 08:44 Uhr

Dabei muss man nur knappe Calls kaufen...am besten VOR Xetrastart...denn dann gibt es immer die besten Kurse....wird alles nur noch von FUTUREmaschinen gemacht...es handelt doch kein Mensch mehr im Selbstbedienungsladen der Reichen

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