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27.09.2016

17:30 Uhr

Musterdepots

Gegen den Trend erfolgreich

Musterdepot-Autor Georgios Kokologiannis profitiert dank seiner defensiven Positionierung von den Dax-Verlusten in dieser Woche. Vor allem die Deutsche Bank und die Commerzbank bereiten den Anlegern sorgen.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Während die Aktienkurse in Europa und den USA in der umsatzschwachen Börsenzeit des Sommers immer deutlicher in den Übertreibungsbereich geklettert sind, wurde das Musterdepot stärker auf ein Auslaufen der Rally ausgerichtet. Mittelfristig erreicht das Portfolio die höchste Rendite, wenn Dax & Co. unter dem Strich nur noch auf der Stelle treten.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Bis zum kommenden Frühjahr steigt in diesem Szenario der Gesamtertrag von jetzt etwa 19 Prozent seit Auflegung auf dann knapp 24 Prozent. Etwas zusätzliche Rendite ist durch Wechselkurseffekte möglich, falls sich der US-Dollar erholt. Zudem würde das Depot in den nächsten Monaten selbst einen Börsenabsturz schadlos überstehen.

Von dieser defensiven Positionierung profitiert das Portfolio momentan, das gegen den Trend leicht zulegen kann: Seit Anfang der Woche hat sich die Stimmung an den Aktienmärkten wieder deutlich eingetrübt – vor allem an den heimischen Börsen. Am Montag sorgte vor allem ein Medienbericht für Unruhe, wonach Bundeskanzlerin Merkel in einem möglichen Notfall benötigte Staatshilfen für die Deutsche Bank im kommenden Wahljahr ausschließe.

Am Dienstag dann belastete die Börsen neben Handelsblatt-Informationen über geplante massive Stellenstreichungen bei der Commerzbank eine weitere Hiobsbotschaft in Zusammenhang mit Volkswagen: Einem Medienbericht zufolge prüfen die US-Behörden, wie hoch sie die Strafe im Diesel-Skandal festsetzen können, ohne das Überleben des Wolfsburger zu gefährden. Die Vorzugsaktien des Dax-Schwergewichts rutschten zeitweise mehr als vier Prozent ab – und gaben auch die Richtung für den Gesamtmarkt vor.

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