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12.01.2016

11:04 Uhr

Musterdepots

Gegen Kursrückgänge wappnen

Die Weltbörsen sind nervös. Unser Autor setzt auf Sprintzertifikate, diese speziellen Hebelpapiere profitieren überproportional von einer möglichen Erholung.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Vor dem Jahreswechsel hatte ich den Bargeldbestand deutlich erhöht, um das Handelsblatt-Depot stärker gegen die schon damals absehbaren Kursrückgänge an den Börsen zu wappnen. Nachdem Dax & Co. mittlerweile zeitweise mehr als den gesamten Vorjahresgewinn eingebüßt haben, erhöhe ich nun nach und nach wieder die Investitionsquote.

Zum Wochenstart wurden erneut Sprintzertifikate zugekauft, die sich auf den Euro Stoxx 50 beziehen (WKN: CW7CXY). Erholt sich der Euroland-Leitindex bis September von seinem aktuellen Niveau aus bei rund 3.050 Punkten, profitieren diese speziellen Hebelpapiere überproportional davon: Zwischen 3.100 und 3.400 Zählern münzen sie Kursgewinne doppelt in Depotrendite um.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Im Gegenzug für die überproportionalen Ertragschancen innerhalb der Kursspanne wird das Portfolio bei einem Euro-Stoxx-Anstieg über 3.400 Punkte nicht an weiteren Gewinnen beteiligt.

Da ich einerseits davon ausgehe, dass sich der europäische Aktienmarkt nach den jüngsten Verlusten dem unteren Ende der in diesem Jahr wahrscheinlichen Schwankungsspanne angenähert hat. Andererseits aber damit rechne, dass die Notierungen bei einer Erholungsbewegung nicht in den Himmel wachsen werden, bilden die Sprintzertifikate meine Marktmeinung derzeit adäquat ab.

 

Das vermutete – eher überschaubare – Kurspotenzial dieses Jahres soll damit ergiebiger ausgeschöpft werden als bei einem herkömmlichen Investment – etwa  einem simplen Indexfonds. Durch den Einsatz dieser Zertifikate bleibt die Risikoprofil des Musterportfolios insgesamt dennoch deutlich defensiver als das des Gesamtmarktes.

Grob skizziert, lässt sich wegen des hohen Anteils an Wertpapieren im Depot, die sich asymmetrisch zum Aktienmarkt entwickeln, folgendes festhalten: Brechen die Börsenkurse in den kommenden Monaten ausgehend vom aktuellen Stand weiter ein, dann partizipiert das Portfolio zu rund 75 Prozent an diesen Verlusten. Legen die Notierungen dagegen um bis zu etwa einem Zehntel zu, dann liegt die Beteiligung daran deutlich höher – bei mehr als 160 Prozent.

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