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23.01.2017

19:06 Uhr

Musterdepots

Gehört Gold ins Portfolio?

Wenn Donald Trumps unberechenbare Politik den Aktienbörsen weiter zusetzt, könnte dies dem Goldpreis nützen, meint Depotstratege Sönke Niefünd. Und das ist nicht der einzige Grund, der für das Edelmetall spricht.

Sönke Niefünd

Sönke Niefünd

Sönke Niefünd

Je unruhiger es an den Börsen zugeht, umso größer wird offenbar die Sehnsucht der Anleger nach der ältesten Währung der Welt. Wir sind mit ungefähr 4,3 Prozent vom Portfolio in Gold investiert. Wir empfehlen, fünf bis zehn Prozent des Vermögens in Gold zu investieren, entweder physisch in Form von Barren und Münzen oder über Fonds. Letzteres haben wir in unserem Portfolio.

Der Goldpreis ist zunächst am Widerstand von 1.220 Dollar je Feinunze gescheitert. Sollte sich der Dollar weiter abschwächen, ist ein Goldkurs über 1.250 möglich. Unsere Goldposition ist insgesamt mit 4,1 Prozent im Minus. Dennoch halten wir an dieser Position fest.

Sollten die Aktienmärkte durch die radikale und unberechenbare Politik vom neuen US-Präsidenten Trump fallen und in Bedrängnis kommen, könnte dies den Goldpreis wieder steigen lassen. Denn die Vergangenheit zeigt: Je größer die Lücke zwischen Wahlversprechen und Realität, desto besser für Gold. Sollte der US-Präsident also enttäuschen, könnte Gold an Glanz gewinnen.

Sönke Niefünd

Der Anleger Niefünd

Das Anlageziel besteht darin, nachhaltig zu investieren und dabei einen langfristigen Vermögenszuwachs zu erzielen. Dazu werden je nach Einschätzung der Wirtschafts- und der Börsenaussichten Wertpapiere erworben und veräußert. Dabei wird besonders auf die Risikostreuung geachtet.

Der Stratege Niefünd

Unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien der Themengebieten Umwelt (Environment), Soziales (Social) und Unternehmensführung (Governance), auch ESG-Ansatz genannt. Das Mandat wird aktiv gemanagt, gleichzeitig werden jedoch strategisch langfristig Positionen gehalten. Wir verfolgen die Umsetzung der „Politik der ruhigen Hand“. Es werden Fonds, ETFs und Einzeltitel gekauft, die unseren Kriterien erfüllen. Die Auswahl der Einzeltitel erfolgt in den Themengebieten innerhalb der 4 Säulen Wirtschaftliches, Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG-Ansatz). Ausgewählte Wertpapiere haben in jedem Bereich mindestens 65 Punkte von 100 Punkten im Bereich der Nachhaltigkeit. Zudem kommen Negativkritieren und ein Best-in-Class Ansatz bei der Einzeltitelauswahl zum Tragen.

Die Regeln Niefünd

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Sönke Niefünd hat allerdings zum 1. August 2016 das Depot von Daniel Hupfer von der M.M. Warburg übernommen. Den Kommentatoren steht es frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Wir sehen Gold grundsätzlich als ein beruhigendes Element für ein Portfolio an und mit geringer Korrelation zu den anderen Assetklassen. Unsere Erwartung für den Goldpreis ist, dass dieser uns gegen unvorhersehbare Ereignisse absichert und eine mittelfristige Entwicklung im Bereich 1.350 bis 1.500 Dollar liegen dürfte.

Kommentare (1)

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Frau Edelgard Kah

24.01.2017, 16:31 Uhr

@Gold ins Portfolio

Anläßlich seiner Taufe erhielt unser Sohn von seiner Patentante einen Mini-Barren Gold (10 g) mit Stempel der Degussa. Das war der Beginn von 4 Jahrzehnten des Sammelns von 10 g-Barren. Die erworbenen 10g-Barren aufaddiert, besitzt unser Sohn heute fast 1 kg Gold.

Ob das nun ein "beruhigendes Element" ist? Ich glaube eher nicht. Unser Sohn fürchtet trotz seines Goldschatzes politische Umwälzungen wie die Wahl von Donald Trump. Er hat wie jeder andere Angst um seinen Arbeitsplatz. Und bei dem Ärger mit seiner Freundin hilft ihm der Goldschatz auch nicht.

Und was ist mit der Absicherung eines Aktiendepots? Dass Gold und Aktien negativ korrelliert sind, wird niemand ernsthaft behaupten wollen. Und kommt es zu einem wirklichen crash, werden alle Anlageklassen verkauft.

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