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14.04.2014

20:16 Uhr

Musterdepots

Geht es nach Ostern wieder aufwärts?

Auch wenn unsere Autoren die Ukraine-Krise und die damit einhergehenden Kursschwankungen mit Besorgnis verfolgen, halten sie Aktien als Geldanlage für unabdingbar. Ernsthafte Alternativen gibt es wohl nur wenige.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Ausgerechnet beim Thema Geldanlage erlebt das Unwort des Jahres 2010 seine Renaissance. „Das Wort suggeriert sachlich unangemessen, dass es bei einem Entscheidungsprozess von vornherein keine Alternativen und damit auch keine Notwendigkeit der Diskussion und Argumentation gebe“, begründete die Jury damals ihre Wahl.

Es geht um den Begriff „alternativlos“. Wir erinnern uns: Berüchtigt wurde das Adjektiv durch die Kommunikation der Bundesregierung.  Allen voran die Kanzlerin stand im Ruf oberste Verbreiterin des Unworts zu sein. Ein ums andere Mal wurden damit umstrittene Rettungsaktionen auf dem Höhepunkt der Euro- und Schuldenkrise für unumgänglich erklärt.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Heute sind es Privatanleger, die sich belehren lassen müssen, wer nicht in Aktien investiere, sei auf den Kopf gefallen. Doch so richtig es ist, sich mit einem Teil seines Vermögens langfristig auch am Kapitalstock der Wirtschaft zu beteiligen. Kurzfristig kann es selbstverständlich Sinn machen, den Aktienanteil auch mal zu reduzieren - und damit Verlustrisiken zu vermeiden, wenn die Märkte schon zu weit gelaufen sind.

Alternativen bieten beispielsweise spezielle Anlagezertifikate, die weniger schwankungsanfällig sind als klassische Direktinvestitionen in Aktien oder ausgewählte aktiv verwaltete Mischfonds. Und selbst mit einigen Tages- und Festgeldangeboten kann man auf kurze Sicht wieder durchaus sein Vermögen real erhalten. Denn die Zinsen verharren zwar weiterhin auf tiefem Niveau – die Teuerungsrate in der Eurozone und in Deutschland ist zuletzt aber noch deutlich darunter gefallen.

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