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08.04.2015

19:11 Uhr

Musterdepots

Geht Vivendi auf Einkaufstour?

Vivendi-Aktien haben Alexander Kovalenkos Musterdepot bereits ein Plus von über 22 Prozent beschert. Nun erwägt das französische Unternehmen den Pay-TV-Sender Sky zu kaufen. Was das für sein Musterdepot bedeutet.

Alexander Kovalenko

Alexander Kovalenko

Laut Informationen der Nachrichtenagentur Reuters ist der britische Bezahlsender Sky ins Visier des französischen Medienkonzerns Vivendi geraten, dessen Aktie sich in unserem Musterdepot befindet. Bei Vivendi hat vor allem der Aufsichtsrat-Chef Vincent Bollore das Sagen.

Der französische Großunternehmer baut in der letzten Zeit das Kerngeschäft um die Vivendi-eigene Fernsehgruppe Canal Plus aus und hat bereits ein Auge auf einige kleinere Pay-TV-Anbieter, wie zum Beispiel in der Türkei, geworfen. Eine potentielle Übernahme von Sky hätte natürlich eine ganz andere Größe als die bisherigen Aktivitäten und würde aus Vivendi einen europaweiten Anbieter machen.

Alexander Kovalenko

Der Anleger

Alexander Kovalenko arbeitet für Bayerische Vermögen. „Wir machen normalerweise keine Prognosen, weil es aus unserer Sicht eher wenig Sinn macht“, sagt er. „Wir können nur sagen, dass die Aktien für uns aktuell eine stark bevorzugte Anlageklasse darstellen, und hier vor allem die (süd)europäischen Aktien, die noch deutlich unter ihrem Fair-Wert gehandelt werden. Dazu kommt eine Dividendenrendite von durchschnittlich etwa drei Prozent. Bei Aktien sehen wir also trotz eventuellen und sogar eher wahrscheinlichen Korrekturen ein sehr attraktives Chance/Risiko-Profil!“

Die Strategie

Das Social-Trading-Depot versteht sich als Kombination eines langfristig orientierten Kernportfolios und der innovativen Anlageform des Social Trading. Einen Anteil von 60 bis 70 Prozent bildet ein Aktienportfolio, das einen Value-Ansatz verfolgt: Es wird in zehn bis 15 stark unterbewertete Einzeltitel aus dem breiten europäischen Aktienmarkt investiert, wobei die Selektion der Einzeltitel mittels Analyse der Fundamentalkriterien beziehungsweise der Bilanzdaten erfolgt. Der Social-Trading-Anteil beträgt zwischen 30 und 40 Prozent und wird in wikifolio-Indexzertifikate investiert: Diese bilden unterschiedliche Strategien von Top-Tradern auf wikifolio.com ab. Das Social-Trading-Depot soll in der Regel voll investiert sein. Der Anlagehorizont ist mittel- bis langfristig ausgerichtet und sieht nur selten Umschichtungen vor. Betreut wird das Social-Trading-Depot von Bayerische Vermögen AG.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Die potentiell beteiligten Unternehmen lehnten laut Reuters eine Stellungnahme ab. Da es sich bisher lediglich um Gerüchte handelt, wäre es noch zu früh mit einer genaueren Einschätzung der Transaktionsauswirkungen auf  das Geschäftsmodell von Vivendi zu beginnen.

Wir werden die Situation weiter verfolgen. Seit Auflage des Musterdepots haben wir mit der Vivendi-Aktie über 22 Prozent verdient (inklusive Dividende).       

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