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28.06.2015

15:40 Uhr

Musterdepots

Gelassenheit in unruhigen Börsenzeiten

Durch die Wahl schwankungsarmer Anlageinstrumente kann Georgios Kokologiannis trotz Börsenturbulenzen gelassen bleiben. Depotstratege Daniel Hupfer schaut sich die Wirtschaftslage in Frankreich genauer an.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Auch wenn sich die konjunkturelle Lage in den ersten fünf Monaten des Jahres erfreulich entwickelt hat, ist am französischen Arbeitsmarkt keine Trendwende zu erkennen. Im Gegenteil: In Frankreich waren im Mai 3,55 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet und damit so viele wie noch nie zuvor. Im Vergleich zum April stieg die Zahl der Arbeitslosen zum letzten Höchststand noch einmal um 16.200 an. Dies ist eine Steigerung um 0,5 Prozent zum Vormonat und um fünf Prozent zum Vorjahr.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Die zuletzt gestiegene Nachfrage der Verbraucher und das über den Erwartungen liegende Wirtschaftswachstum von 0,6 Prozent im ersten Quartal führten nicht zu einer Entspannung am Arbeitsmarkt. Die Beschäftigung reagiert zwar traditionell erst mit etwas Verzug auf eine konjunkturelle Erholung, in Frankreich aber ist dieser Verzug aktuell besonders stark ausgeprägt.

Präsident François Hollande hat angekündigt, 2017 nicht für eine zweite Wahlperiode anzutreten, sollte die Arbeitslosenzahl in der zweitgrößten Volkswirtschaft des Euro-Raums bis dahin nicht spürbar gesunken sein. Seit dem Amtsantritt von Präsident Hollande im Mai 2012 hat sich die Arbeitslosenzahl jedoch kontinuierlich erhöht. Das Staatsoberhaupt hatte versprochen, den Trend umzukehren und den Abbau der Arbeitslosigkeit zu seinem zentralen Ziel erklärt. Die Regierung in Paris stützt den Arbeitsmarkt mit Milliardenprojekten insbesondere für Jugendliche, allerdings ist bisher noch keine Erholung in Sicht.

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