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05.10.2014

19:48 Uhr

Musterdepots

Geldpolitik wird expansiv bleiben

Daniel Hupfer geht davon aus, dass die EZB ihren expansiven Kurs noch lange halten wird, Alexander Kovalenko lobt Hochtief und Georgios Kokologiannis rät von Rohstoffen ab. Die Handelsblatt-Musterdepots.

Alexander Kovalenko

Alexander Kovalenko

Der größte Baukonzern Deutschlands Hochtief hat ein Aktienrückkaufprogramm angekündigt. Bis Ende 2015 sollten rund sieben Millionen Anteilsscheine zurückgekauft werden, was etwa zehn Prozent des Grundkapitals entspricht. Die Marktteilnehmer haben sehr positiv auf diese Nachricht reagiert: Die Hochtief-Aktie stieg im Tageshandel am Donnerstag um mehr als acht Prozent. Durch das bekanntgegebene Programm wird der Anteil des Mutterkonzerns ACS aus Spanien, dessen Aktien in unserem Musterdepot vertreten sind, bei Hochtief von 61 Prozent auf etwa 66 Prozent steigen.

Alexander Kovalenko

Der Anleger

Alexander Kovalenko arbeitet für Bayerische Vermögen. „Wir machen normalerweise keine Prognosen, weil es aus unserer Sicht eher wenig Sinn macht“, sagt er. „Wir können nur sagen, dass die Aktien für uns aktuell eine stark bevorzugte Anlageklasse darstellen, und hier vor allem die (süd)europäischen Aktien, die noch deutlich unter ihrem Fair-Wert gehandelt werden. Dazu kommt eine Dividendenrendite von durchschnittlich etwa drei Prozent. Bei Aktien sehen wir also trotz eventuellen und sogar eher wahrscheinlichen Korrekturen ein sehr attraktives Chance/Risiko-Profil!“

Die Strategie

Das Social-Trading-Depot versteht sich als Kombination eines langfristig orientierten Kernportfolios und der innovativen Anlageform des Social Trading. Einen Anteil von 60 bis 70 Prozent bildet ein Aktienportfolio, das einen Value-Ansatz verfolgt: Es wird in zehn bis 15 stark unterbewertete Einzeltitel aus dem breiten europäischen Aktienmarkt investiert, wobei die Selektion der Einzeltitel mittels Analyse der Fundamentalkriterien beziehungsweise der Bilanzdaten erfolgt. Der Social-Trading-Anteil beträgt zwischen 30 und 40 Prozent und wird in wikifolio-Indexzertifikate investiert: Diese bilden unterschiedliche Strategien von Top-Tradern auf wikifolio.com ab. Das Social-Trading-Depot soll in der Regel voll investiert sein. Der Anlagehorizont ist mittel- bis langfristig ausgerichtet und sieht nur selten Umschichtungen vor. Betreut wird das Social-Trading-Depot von Bayerische Vermögen AG.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Seit 2011 sind die Spanier der Mehrheitseigner beim deutschen Baukonzern und haben seit der Zeit vieles vorangetrieben. Vor allem die Veräußerungen von diversen Beteiligungen und die Fokussierung auf das Infrastruktur- und Baugeschäft standen auf der Agenda. Nun verkauft Hochtief eine weitere Tochter – den Immobilienentwickler Formart.

Die Konzentration auf das Kerngeschäft gehört auch zur Strategie eines weiteren Mitgliedes unseres Aktienkernportfolios – des österreichischen Stahlkonzerns Voestalpine. Am Mittwoch hat das Unternehmen den Verkauf seines Geschäftsbereiches Plastic Solutions an einen Autozulieferer Polytec bekanntgegeben.

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