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08.07.2014

19:57 Uhr

Musterdepots

Gewinne mitnehmen und Bilanzsaison abwarten

Die Banken-Branche ist nach den Strafen gegen die Commerzbank und der BNP Paribas aufgescheucht. Daniel Hupfer hat deswegen vorsorglich schon einmal Gewinne eingestrichen – und wartet nun auf die US-Berichtssaison.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

In unserem Portfolio haben wir gestern die Aktien der italienischen Bank Intesa Sanpaolo mit einem Kursgewinn von etwa fünf Prozent veräußert. Die Bank profitierte zu Jahresbeginn einerseits von der Erholung der italienischen Wirtschaft und zudem von den sehr expansiven geldpolitischen Maßnahmen der EZB. Nachdem der Aktienkurs zu Beginn des Juni neue Mehrjahreshöchststände erreicht hat, befindet er sich aktuell in einer Konsolidierungsphase.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Da sich das Sentiment gegenüber dem gesamten europäischen Bankensektor in den vergangenen Wochen verschlechtert hat, auch aufgrund der drastischen Strafe gegen die französische Bank BNP Paribas, haben wir nun die Gewinne mitgenommen. Wir lassen den Verkaufserlös zunächst auf dem Konto stehen und warten den Beginn der anstehenden US-Unternehmensberichtssaison ab. Diese wird in den kommenden Wochen richtig an Fahrt aufnehmen.

Die Aktien von Marine Harvest haben in den vergangenen Tagen eine starke Aktienrally hingelegt. So sind die Aktien seit Anfang Juni um über 20 Prozent gestiegen. Allerdings drückt derzeit die schwache norwegische Krone den Gewinn. Diese fiel im selben Zeitraum um fast vier Prozent. Hintergrund sind schwache Konjunkturdaten und die Möglichkeit weiterer Zinssenkungen der norwegischen Notenbank.

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