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14.07.2015

18:46 Uhr

Musterdepots

Globale Molltöne

Die Weltkonjunktur gab zuletzt keinen klaren Trend vor. Experten des IWF und der OECD prognostizieren ein schwaches Wachstum. Anlass genug für Musterdepotstratege Daniel Hupfer, sich die Berichte genauer anzuschauen.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Auch wenn in den letzten Tagen einige Konjunkturdaten aus Europa positiv überraschten, war das globale Gesamtbild doch eingetrübt. Die zuletzt dominierenden Molltöne sind zum einen durch schwache OECD-Frühindikatoren und zum anderen durch negative BIP-Wachstumsrevisionen des IWF zu erklären. Die OECD hat vor einigen Tagen die Frühindikatoren für den Monat Mai veröffentlicht. Hier ist für den gesamten OECD-Raum ein Rückgang des Indikators zu beobachten.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Damit fällt der globale Frühindikator nun schon mehrere Monate und deutet eine leichte Verlangsamung des Wachstumstempos an, auch wenn der Indikator noch auf einem vergleichsweise hohen Niveau liegt. Obwohl die OECD diesen Sachverhalt selbst noch nicht negativ kommentieren möchte und nach wie vor von einem stabilen Wachstum spricht, so zeigt die Erfahrung doch auch, dass in der Vergangenheit nicht selten nach solchen Entwicklungen eine Abschwächung des weltweiten BIP-Wachstum beobachtet werden konnte.

Von genau diesem Sachverhalt geht nun der IWF aus und hat die Schätzung für das globale BIP-Wachstum für das laufende Jahr leicht von 3,5 auf 3,3 Prozent reduziert. Der Grund für diese Korrektur liegt zum einen in der schwächeren Entwicklung der US-Wirtschaft Anfang des Jahres, aber auch in einer leicht gebremst verlaufenden Wirtschaftsentwicklung in vielen Schwellenländern. Vor allem in China schwächt sich das Wachstum derzeit weiter ab, allerdings auf hohem Niveau. Größere Probleme gibt es derzeit in Brasilien und Russland.

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