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06.07.2014

09:36 Uhr

Musterdepots

Große Erwartungen, große Enttäuschungen?

Mit der Alcoa-Bilanz startet die neue Berichtssaison. Daniel Hupfer weiß, dass mit den Aktienkursen auch die Erwartungen gestiegen sind. Und Georgios Kokologiannis sieht die Geldpolitik-Diskussion wieder aufflammen.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Ab nächster Woche stehen wieder einmal die Quartalsberichte der Unternehmen im Fokus der Kapitalanleger. Am Dienstag startet der US-Aluminiumproduzent Alcoa mit seinem Zahlenwerk für das zweite Quartal. Die Geschäftsentwicklung von Alcoa wird aufmerksam verfolgt, da sie von den Marktteilnehmern traditionell als Hinweis auf die Wirtschaftsentwicklung der USA gesehen wird.

Erwartet wird ein bereinigter Nettogewinn von 0,12 USD pro Aktie, dies entspricht einer Gewinnsteigerung von etwa 37 Prozent gegenüber dem Vorquartal. In den vergangenen acht Quartalen konnte Alcoa sieben mal die Erwartungshaltung der Analysten übertreffen. Für den S&P-500 insgesamt liegt die Messlatte nicht ganz so hoch wie bei Alcoa.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Die Analysten erwarten derzeit einen Gewinnzuwachs für das zweite Quartal von etwa sieben Prozent. Aufgrund des schwierigen ersten Quartals, in dem die Geschäftstätigkeit der Unternehmen in einigen Teilen des Landes wetterbedingt stark beeinträchtigt wurde, scheint diese Ergebnisverbesserung erreichbar zu sein, insbesondere vor dem Hintergrund, dass sich die wirtschaftliche Dynamik in den USA in den vergangenen Monaten weiter verbessert hat.

So richtig interessant wird die US-Berichtssaison allerdings erst in den nächsten Wochen, wenn der Großteil der Ergebnisse präsentiert wird. Mit den zuletzt gestiegenen Aktienkursen ist die Erwartungshaltung allerdings auch schon gestiegen, so dass eine Enttäuschung bei den Unternehmensberichten zu einer stärkeren Kurskorrektur führen kann.

Derzeit halten wir ein solches Szenario aber für wenig wahrscheinlich, so dass wir zunächst aktienseitig gut investiert bleiben.

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