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21.06.2016

20:35 Uhr

Musterdepots

Grünes Licht für Aktienkäufe

Diese Woche brachte vielen Aktienanlegern Gewinne. Der Dax nimmt wieder Kurs auf die Marke von 10.000 Punkten. Wie die Strategen der Handelsblatt-Musterdepots jetzt reagieren.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Das mit Spannung erwartete Urteil des Bundesverfassungsgerichtes hat im Sinne der EZB entschieden und legitimiert das Anleiheaufkaufprogramm unter Auflagen. Eine gegenteilige Entscheidung hätte nach unseren Erwartungen für deutliche Unruhe an den Märkten gesorgt.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Somit wird aber ein weiterer Unsicherheitsfaktor von den Kapitalmärkten genommen. Die deutschen Aktien konnten die Erholung weiter fortsetzen und mit Kursen über der Marke von 10.000 Dax-Punkten kann die im Juni entstandene Kursdelle nahezu wieder aufgeholt werden.

Das Portfolio entwickelt sich unauffällig. Nur die neuerworbenen Aktien von Statoil tendieren gegen den Trend leicht negativ. Hier belastet eine Verkaufsempfehlung der Deutschen Bank. Die Analysten erwarten eine schwächere Entwicklung nachdem die Aktie den Sektor um rund 15 Prozent outperformed hat. Dagegen entwickelt sich die Otto-Anleihe positiv. Innerhalb einer Woche konnte die Anleihe mehr als 1% gewinnen. In Zeiten niedriger Anleihezinsen ist ein derartiger Kursgewinn beachtlich.

Mit dem Rückgang der Wahrscheinlichkeit eines Brexits reagieren die Devisenmärkte mit einer schwächeren Entwicklung des US-Dollars gegenüber dem Euro. Dies wirkt sich unmittelbar auf unser Portfolio aus, da momentan etwa 20 Prozent in US-Dollar investiert sind. Wir sehen aber für diese Woche keinen Handlungsbedarf, da wir im Falle eines Brexits eine deutliche Dollar-Aufwertung sehen.

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