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05.02.2014

19:32 Uhr

Musterdepots

Gute Chancen auch im Bärenmarkt

Die Talfahrt an den weltweiten Börsen geht ungebremst weiter. Für das offensive Depot bieten sich dadurch allerdings auch neue Chancen. Im ausgewogenen Depot bereitet man sich dagegen auf eine längere Seitwärtsphase vor.

Alexander Kovalenko

Alexander Kovalenko

Gute PMI-Index-Daten aus der Euro-Zone verhalfen den europäischen Börsen zum guten oder zumindest meist positiven Handelsstart am Mittwoch. Der Einkaufsmanagerindex wies eine Erholung auf breiter Staaten-Front aus. Dies bestätigte gute Ordereingangsergebnisse, die bereits am Montag veröffentlich wurden. Die Börsenstimmung bleibt allerdings sehr differenziert. Der am Freitag erwartende Beschäftigungsbericht aus den USA wird eine wichtige Rolle spielen.

Alexander Kovalenko

Der Anleger

Alexander Kovalenko arbeitet für Bayerische Vermögen. „Wir machen normalerweise keine Prognosen, weil es aus unserer Sicht eher wenig Sinn macht“, sagt er. „Wir können nur sagen, dass die Aktien für uns aktuell eine stark bevorzugte Anlageklasse darstellen, und hier vor allem die (süd)europäischen Aktien, die noch deutlich unter ihrem Fair-Wert gehandelt werden. Dazu kommt eine Dividendenrendite von durchschnittlich etwa drei Prozent. Bei Aktien sehen wir also trotz eventuellen und sogar eher wahrscheinlichen Korrekturen ein sehr attraktives Chance/Risiko-Profil!“

Die Strategie

Das Social-Trading-Depot versteht sich als Kombination eines langfristig orientierten Kernportfolios und der innovativen Anlageform des Social Trading. Einen Anteil von 60 bis 70 Prozent bildet ein Aktienportfolio, das einen Value-Ansatz verfolgt: Es wird in zehn bis 15 stark unterbewertete Einzeltitel aus dem breiten europäischen Aktienmarkt investiert, wobei die Selektion der Einzeltitel mittels Analyse der Fundamentalkriterien beziehungsweise der Bilanzdaten erfolgt. Der Social-Trading-Anteil beträgt zwischen 30 und 40 Prozent und wird in wikifolio-Indexzertifikate investiert: Diese bilden unterschiedliche Strategien von Top-Tradern auf wikifolio.com ab. Das Social-Trading-Depot soll in der Regel voll investiert sein. Der Anlagehorizont ist mittel- bis langfristig ausgerichtet und sieht nur selten Umschichtungen vor. Betreut wird das Social-Trading-Depot von Bayerische Vermögen AG.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Der Rheinmetall-Konzern hat einen großen Auftrag aus Frankreich bekommen. Es geht um eine Order im dreistelligen Millionenbereich, die über zehn Jahre laufen sollte. Man könnte also über einen strategischen Erfolg sprechen, wenn man v.a. berücksichtigt, dass sich Rheinmetall gegen einen französischen, d.h. einheimischen Konkurrenten durchgesetzt hat. In den kommenden Monaten sind weitere größere Aufträge nicht ausgeschlossen.

Die Turbulenzen an den Aktienmärkten haben dazu geführt, dass ein Großteil der wikifolio-Trader nicht mehr auf einzelne Aktien sondern direkt auf die Entwicklung beim DAX setzten. Im Fokus standen dabei leicht gehebelte Short-DAX-ETF‘S, die vielen Tradern im Zuge der Korrektur nette Gewinne bescherten. Zusätzlich haben wikifolio-Trader auf die Quartalszahlen in Amerika reagiert und viel bei Google (63% Buy, 37% Sell), Facebook (49% Buy, 51% Sell) und Apple (65% Buy, 35% Sell) gehandelt. Besonders auffallend war auch die starke Nachfrage nach den Werten Merck (70% Buy, 30% Sell) und Anadarko (79% Buy, 21% Sell).

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