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27.04.2015

20:08 Uhr

Musterdepots

Gute Konjunkturaussichten für Deutschland

Daniel Hupfer fühlt sich wohl mit einer überdurschnittlich hohen Aktienquote im Depot – denn die Konjunkturindikatoren geben Anlass zum Optimismus. Eine Kombination aus schwachem Euro und niedrigem Ölpreis stützt derzeit die Wirtschaft.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Unerwartet gut ist Ende vergangener Woche der Ifo-Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft ausgefallen. Nachdem in den letzten Wochen einige Konjunkturindikatoren wie beispielsweise der ZEW-Index oder der Markit Einkaufsmanagerindex für den Euroraum leicht rückläufig gewesen sind, war in den letzten Tagen die Sorge aufgekommen, dass auch der Ifo-Index nachgeben könnte.

Die für den Ifo-Index befragten 7000 Unternehmen bewerteten ihre Geschäftslage allerdings so gut wie seit Juni 2014 nicht mehr. Die Stimmung verbesserte sich vor allem in der Baubranche, im Großhandel und in der Industrie. Der Hauptgrund hierfür ist unseres Erachtens eine Kombination aus schwachem Euro und niedrigem Ölpreis, der vor allem exportstarken und energieintensiven Unternehmen ein sehr gutes erstes Quartal 2015 bescherte.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Mit Blick auf die kommenden Monate sind die befragten Unternehmen allerdings etwas weniger optimistisch. Im Einzelhandel und bei den Dienstleistern trübte sich das aktuelle sowie das erwartete Geschäftsklima etwas ein. Auch die Konsumenten sind etwas vorsichtiger geworden. Der zuletzt veröffentlichte GfK-Konsumklimaindex stieg im April nur noch leicht an. Für die leichte Verbesserung sorgte insbesondere die Hoffnung auf spürbare Lohnzuwächse: Die Teilkomponente für die Einkommenserwartung stieg auf den höchsten Wert seit der Wiedervereinigung.

Die anderen beiden Teilkomponenten (Anschaffungsneigung und Konjunkturerwartung) gingen jedoch auf hohem Niveau leicht zurück. Alles in allem sind die Konjunkturaussichten in Deutschland aber weiterhin gut, auch wenn sich die Euphorie des ersten Quartals durch die insgesamt leicht schwächere Weltwirtschaft und die immer wieder aufflammende Griechenlandkrise etwas abgekühlt hat. Wir halten daher an unserer BIP-Prognose für das Jahr 2015 von plus zwei Prozent fest und fühlen uns auch weiterhin mit einer überdurchschnittlichen Aktienquote wohl.

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