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16.06.2014

19:25 Uhr

Musterdepots

Gute Nachrichten aus dem Reich der Mitte

Während die Anleger vor allem die Krisenherde Ukraine und Irak im Blick haben, schauen unsere Experten einmal genau nach China. Die Konjunktur des Landes ist weltweit von Bedeutung – und macht den Investoren Hoffnung.

Alexander Kovalenko

Alexander Kovalenko

Die chinesische Regierung erwartet, dass die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt in diesem Jahr eine Wachstumsmarke von 7,5 Prozent erreichen wird. Das hat der chinesische Ministerpräsident Li Keqiang bei seiner Rede am Montag bestätigt.

Die Wirtschaftslenker aus Peking würden die Konjunktur sehr genau beobachten und wären zu entsprechenden wirtschaftspolitischen Maßnahmen bereit, sollte das angestrebte Wachstum in Gefahr sein, so Li Keqiang. Eine stabile konjunkturelle Entwicklung in China wäre für die globalen Aktienmärkte sowohl von der rein wirtschaftlichen, als auch von der Sentiment-Seite enorm wichtig.

Alexander Kovalenko

Der Anleger

Alexander Kovalenko arbeitet für Bayerische Vermögen. „Wir machen normalerweise keine Prognosen, weil es aus unserer Sicht eher wenig Sinn macht“, sagt er. „Wir können nur sagen, dass die Aktien für uns aktuell eine stark bevorzugte Anlageklasse darstellen, und hier vor allem die (süd)europäischen Aktien, die noch deutlich unter ihrem Fair-Wert gehandelt werden. Dazu kommt eine Dividendenrendite von durchschnittlich etwa drei Prozent. Bei Aktien sehen wir also trotz eventuellen und sogar eher wahrscheinlichen Korrekturen ein sehr attraktives Chance/Risiko-Profil!“

Die Strategie

Das Social-Trading-Depot versteht sich als Kombination eines langfristig orientierten Kernportfolios und der innovativen Anlageform des Social Trading. Einen Anteil von 60 bis 70 Prozent bildet ein Aktienportfolio, das einen Value-Ansatz verfolgt: Es wird in zehn bis 15 stark unterbewertete Einzeltitel aus dem breiten europäischen Aktienmarkt investiert, wobei die Selektion der Einzeltitel mittels Analyse der Fundamentalkriterien beziehungsweise der Bilanzdaten erfolgt. Der Social-Trading-Anteil beträgt zwischen 30 und 40 Prozent und wird in wikifolio-Indexzertifikate investiert: Diese bilden unterschiedliche Strategien von Top-Tradern auf wikifolio.com ab. Das Social-Trading-Depot soll in der Regel voll investiert sein. Der Anlagehorizont ist mittel- bis langfristig ausgerichtet und sieht nur selten Umschichtungen vor. Betreut wird das Social-Trading-Depot von Bayerische Vermögen AG.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

China hat in den vergangenen Jahren die Rolle einer globalen Wirtschaftslokomotive gespielt und sich zu einem der wichtigsten Abnehmer der westlichen Exporte entwickelt. Kommt der chinesische Konjunkturmotor zum Stottern, wird es einen spürbaren Einfluss auf viele Exporteure weltweit haben.

Darüber hinaus ist die Marke von 7,0 bis 7,5 Prozent beim chinesischen BIP-Wachstum von großer psychologischer Bedeutung für die Marktteilnehmer. In der letzten Zeit haben sich Befürchtungen verbreitet, dass es große Risiken innerhalb der chinesischen Volkswirtschaft gäbe, vor allem im Immobilien- und Bankensektor.

Deswegen wäre es wichtig, dass das erwartete Wachstum von mindestens sieben Prozent gehalten würde, damit die angesprochenen Ängste nicht zusätzlich genährt würden. Die chinesische Regierung ist sich sicherlich dessen bewusst und wird dagegen steuern. Die Erfahrung aus der Vergangenheit lässt hoffen, dass dies mit Geschick und Erfolg geschieht.

Bei unseren Musterdepot-wikifolis hat Sebastien Reese bei seinem „SR wisdom capital spekulativ“ die Lufthansa-Aktie aufgestockt. Der Manager des „Kurschancen bei Turnaround-Kandidaten“-wikifolios hat die im Portfolio verbleibenden Aktien von Royal Dutch Shell mit circa 27 Prozent Gewinn verkauft.

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