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26.05.2014

19:02 Uhr

Musterdepots

Gute Omen für die Märkte

Die europäischen Märkte atmen auf: Die Wahlen hielten kaum negative Überraschungen bereit und die Wirtschaft in den Krisenländern erholt sich. Auch ein positives Signal der EZB Anfang Juni wird immer wahrscheinlicher.

Alexander Kovalenko

Alexander Kovalenko

Als bereits dritte Rating-Agentur hat Standard & Poor’s (S&P) am Freitag vergangener Woche das Bonitätsrating Spaniens um eine Stufe auf „BBB“ erhöht. Somit hat sich der Abstand zum Non-Investing-Grade-Status (ab „BB+“) ausgeweitet. Der Ausblick der Bonitätswerter fällt ebenfalls positiv aus. Die Erholung der Kreditwürdigkeit hat Spanien den Struktur- und Arbeitsmarktreformen sowie besseren Konjunkturaussichten zu verdanken.

Alexander Kovalenko

Der Anleger

Alexander Kovalenko arbeitet für Bayerische Vermögen. „Wir machen normalerweise keine Prognosen, weil es aus unserer Sicht eher wenig Sinn macht“, sagt er. „Wir können nur sagen, dass die Aktien für uns aktuell eine stark bevorzugte Anlageklasse darstellen, und hier vor allem die (süd)europäischen Aktien, die noch deutlich unter ihrem Fair-Wert gehandelt werden. Dazu kommt eine Dividendenrendite von durchschnittlich etwa drei Prozent. Bei Aktien sehen wir also trotz eventuellen und sogar eher wahrscheinlichen Korrekturen ein sehr attraktives Chance/Risiko-Profil!“

Die Strategie

Das Social-Trading-Depot versteht sich als Kombination eines langfristig orientierten Kernportfolios und der innovativen Anlageform des Social Trading. Einen Anteil von 60 bis 70 Prozent bildet ein Aktienportfolio, das einen Value-Ansatz verfolgt: Es wird in zehn bis 15 stark unterbewertete Einzeltitel aus dem breiten europäischen Aktienmarkt investiert, wobei die Selektion der Einzeltitel mittels Analyse der Fundamentalkriterien beziehungsweise der Bilanzdaten erfolgt. Der Social-Trading-Anteil beträgt zwischen 30 und 40 Prozent und wird in wikifolio-Indexzertifikate investiert: Diese bilden unterschiedliche Strategien von Top-Tradern auf wikifolio.com ab. Das Social-Trading-Depot soll in der Regel voll investiert sein. Der Anlagehorizont ist mittel- bis langfristig ausgerichtet und sieht nur selten Umschichtungen vor. Betreut wird das Social-Trading-Depot von Bayerische Vermögen AG.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Die Folgen der schwersten Wirtschaftskrise seit 70er-Jahren sind allerdings noch bei weitem nicht überwunden. Hier genügt bereits der erste Blick auf die spanische Arbeitslosenquote von mehr als 25 Prozent, um den ganzen Ernst der Lage wahrzunehmen. Die anziehende Konjunktur dürfte nichtsdestotrotz eine allmähliche Entspannung der Arbeitsmarktsituation bewirken.

Die Börsianer haben verbesserte Aussichten bereits teilweise eingepreist: Die Renditen der zehnjährigen spanischen Staatsanleihen notieren bei rund drei Prozent und somit 400 Basispunkte tiefer als vor knapp zwei Jahren.

Bei unseren Ziel-wikifolios hat Sebastian Reese für sein „SR wisdom capital spekulativ“ den IT- und  Telekommunikationsanbieter QSC gekauft. Von dem Titel erwartet der Portfoliomanager eine Reboundbewegung. Christoph Breetz hat beim „USD Opportunities“-wikifolio Green Mountain (Großhändler für Kaffee und Zubehör) mit fünf Prozent Gewichtung erworben.   

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

26.05.2014, 20:00 Uhr

@Herrn Kokologiannis,

sind die Reverse-Bonus-Zertifikate mit 10.500 bzw. 10.700er-Barriere nicht zu knapp bemessen?

Wäre schön, wenn Sie demnächst kurz skizzieren könnten, was Sie bei einem starken Anstieg nach Draghis Rede umgehen würden. Danke.

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