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25.01.2016

20:39 Uhr

Musterdepots

Hochriskanter Markt oder Einstiegschance?

Seit Jahresanfang müssen die chinesischen Aktienmärkte teils heftige Verluste verbuchen. Mancher Vermögensverwalter sieht darin aber keine Anzeichen für eine Rezession, sondern eine Chance für Anleger. Zu Recht?

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

FrankfurtNach den massiven Kursverlusten der vergangenen Monate am chinesischen Aktienmarkt raten mittlerweile immer mehr Investmenthäuser zum Einstieg. Hintergrund: Über ein Drittel seines Wertes hat der Leitindex Shanghai Stock Exchange Composite seit dem vergangenen Sommer eingebüßt – knapp die Hälfte davon allein seit dem Jahreswechsel.

Die Marktschwäche werde eher von der vorherrschenden Stimmung als von Fundamentaldaten getrieben, heißt es derzeit etwa beim Vermögensverwalter Baring Asset Management. Doch obwohl China derzeit zweifellos eine wirtschaftliche Verlangsamung erfahre, bedeute dies nicht den Übergang in eine Rezession. Vielmehr sei man bei Barings der Auffassung, dass China trotz der pessimistischen Marktstimmung günstig bewertet sei.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Das sehe ich anders: Hauptproblem ist die zweifelhafte Glaubwürdigkeit der offiziell gemeldeten Konjunktur- aber auch Unternehmenszahlen. Und an diesem systemimmanenten Problem einer Planwirtschaft wird sich so schnell nichts ändern.

Wegen der damit verbundenen dauerhaften Unsicherheit bleibt die Entwicklung an den Börsen der Volksrepublik unberechenbar. Ich lasse daher weiterhin die Finger von solchen hochriskanten Märkten, die sich höchstens als rein spekulative Depotbeimischung eignen. Das Handelsblatt-Musterdepot konzentriert sich weiterhin auf die Aktienbörsen in Europa und den USA.

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