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03.03.2014

20:19 Uhr

Musterdepots

Hoffen auf friedliche Lösung der Krim-Krise

Die Krise auf der Krim hat die Kapitalmärkte am Montag enorm belastet. Daniel Hupfner, Manager des Privatbank Depots, glaubt an eine friedliche Lösung des Konflikts. Er hält deshalb an seiner Positionierung fest.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Die Situation in der Ukraine hat die Kapitalmarktmärkte nun doch erreicht. Über das Wochenende gab es bereits eine Menge an Spekulationen über die wirtschaftlichen und politischen Auswirkungen der aktuellen Geschehnisse auf der Krim. Für die meisten Anleger bedeutet diese bis dato undurchsichtige Lage erst einmal Risiken reduzieren, so dass Aktien abgestoßen werden.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Wir bleiben unserer Positionierung vorerst treu. Zwar haben auch wir ein gewisses Unbehagen über die weitere Entwicklung der Spannungen mit Russland, allerdings halten wir eine friedliche Lösung auf dem diplomatischen Wege nach wie vor für am wahrscheinlichsten. Dennoch gilt es, in den kommenden Tagen das Geschehen in der Ukraine weiter zu verfolgen und die Portfoliostruktur gegebenenfalls an neue Entwicklungen anzupassen.

Die EZB-Sitzung am kommenden Donnerstag sollte spannend werden. Aufgrund der niedrigen Inflationsrate in der Eurozone ist eine Senkung der Leitzinsen nicht undenkbar. Die Kerninflationsrate lag im Januar bei lediglich 0,8% und sollte im Februar kaum gestiegen sein. Zudem ist die Kreditvergabe in der Eurozone weiterhin schwach. Dagegen steht allerdings die leichte Konjunkturerholung. Das Wachstum im Euroraum lag zuletzt bei 0,3% im Plus. Vor diesem Hintergrund gehen die meisten Analysten von einem gleichbleibenden Leitzins aus.

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