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17.07.2014

19:19 Uhr

Musterdepots

Hoffen, dass die Spannungen nicht zunehmen

Die Beziehungen zwischen den USA und Russland werden wieder komplizierter. Die internationalen Börsen kommen da nicht ungeschoren davon. Auch die Depots leiden darunter. Wie die Autoren damit umgehen.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Heute notiert der Bundfuture erstmals über der Marke von 148 Prozent und die Rendite zehnjähriger deutscher Staatsanleihen fällt unter die Marke von 1,17 Prozent. In dieser Entwicklung spiegelt sich die Unsicherheit über weitere Sanktionen der USA gegenüber Russland wieder. Anleihen möglicher betroffener russischer Unternehmen fallen heute bis zu vier Prozent.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Unser gehaltener Anleihebestand ist davon nicht betroffen, obwohl wir auch schlechtere Bonitäten wie zum Beispiel Portugal direkt halten. Nur der erworbene Emerging Market Bond-ETF ist heute leicht davon betroffen. In diesem Fonds liegt der Anteil russischer Staatsanleihen bei circa 5,5 Prozent und diese Anleihen verzeichnen einen Tagesverlust von ungefähr 2,5 Prozent. Aufgrund der niedrigen Gewichtung ist der Effekt auf den Fonds sehr gering. Diese Entwicklung unterstreicht aus unserer Sicht die Notwendigkeit einer breiten Diversifikation in risikoreichere Märkte. In der Summe entwickelt sich unser Anleihebestand aber sehr erfreulich. Die annualisierte Rendite liegt bei mehr als acht Prozent. Somit hat sich die Investition in risikoreichere Anlagen bis dato als richtig erwiesen.

Es bleibt zu hoffen, dass die politischen Spannung nicht weiter zunehmen, da bereits heute erste Auswirkungen in der deutschen Wirtschaft spürbar sind. So sind die deutschen Exporte nach Russland seit Jahresbeginn um fast 15 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesunken. Somit könnte sich die Sorge, dass diese Krise auch die deutschen Unternehmen erreicht, bewahrheiten.

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