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18.05.2016

18:49 Uhr

Musterdepots

Hoffnung auf weiter steigenden Ölpreis

Privatbank-Stratege Daniel Hupfer versteht sich als offensiver Anleger. Gemäß dieser Devise setzt er auf einen weiteren Aufschwung am Rohstoffmarkt – wohlwissend, dass die Ölpreis-Rally bereits in vollem Gange ist.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

FrankfurtDer Ölpreis ist von seinem Mitte Februar erreichten Tiefpunkt bei rund 25 US-Dollar um fast 80 Prozent angestiegen. Diese Entwicklung ist vor allem darauf zurückzuführen, dass das globale Ölangebot erstmals seit dem Sommer 2013 langsamer wächst als die globale Nachfrage.

Während Länder wie Saudi-Arabien, Russland, der Irak und der Iran weiterhin mehr Öl als je zuvor fördern, hat der Ölpreisrückgang bei den amerikanischen Schieferölproduzenten deutliche Spuren hinterlassen: Hatten die USA bis zum Sommer vergangenen Jahres zu den größten Ölförderländern aufgeschlossen, ist ihre Produktion seitdem deutlich gesunken. Und dieser Trend hat sich bis zuletzt fortgesetzt – trotz der Erholung des Ölpreises.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

So ist die Anzahl der aktiven Bohrtürme, der sogenannte „Rig Count“, auf zuletzt 406 Einheiten gesunken; dies ist ein Minus von fast 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Da wir davon ausgehen, dass sich an dieser Tendenz so schnell nichts ändern wird, könnte der Ölpreis weiter ansteigen. Von daher werden wir in unser Depot mit der norwegischen Statoil einen weiteren Ölwert aufnehmen.

Trotz des starken Preisanstiegs der vergangenen drei Monate liegt der Ölpreis immer noch um rund 25 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Von daher ist in den nächsten Monaten auch kein abrupter und starker Anstieg der Inflationsraten zu erwarten. Würde sich der Ölpreis auf dem jetzigen Niveau halten, wäre erst im Dezember 2016 das Vorjahresniveau wieder erreicht. Für die EZB ergibt sich somit auf absehbare Zeit noch kein Handlungsbedarf.

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