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25.01.2017

18:03 Uhr

Musterdepots

Immer weiter an der Börse

Die Trump-Rally ist zurück: Der Dax knackt die nächste Hundertermarke, notiert so hoch wie seit 20 Monaten nicht mehr. Warum Musterdepotautor Georgios Kokologiannis das kritisch beäugt und sogar von Kaufwut spricht.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Nichts scheint derzeit die Kaufwut an den Aktienbörsen dauerhaft stoppen zu können. Schon gar nicht unerwartet negativ ausfallende Wirtschaftsdaten: So ist der zur Wochenmitte veröffentlichte Ifo-Geschäftsklimaindex überraschend gesunken. Dabei handelt es sich um einen der wichtigsten hiesigen Konjunkturindikatoren. Das bedeutet, dass sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft im Januar spürbar eingetrübt hat.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Ökonomen hatten zuvor mit einem Anstieg gerechnet. Das hinderte Anleger nicht daran, den Dax auf den höchsten Stand seit mehr als 20 Monaten bei über 11.800 Punkten zu treiben. Damit notiert der deutsche Leitindex inzwischen sogar höher als es Analysten im Schnitt bis Ende des Jahres erwarten. Im Schnitt haben die Finanzhäuser in ihren Jahresprognosen ein Kursziel von rund 11.750 Punkten ausgerufen.

Als maßgeblichen Grund für den Rückgang des Geschäftsklimaindexes sehen Experten die sich abzeichnende protektionistische Wirtschaftspolitik des neuen US-Präsidenten Donald Trump – dem Namensgeber der sogenannten „Trump-Rally“, von der ausgerechnet auch der Dax seit dem Wahlsieg des umstrittenen Milliardärs im November profitiert. Dabei wäre für die exportlastige deutsche Industrie jede Art von Handelskrieg fatal.

Kommentare (1)

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Frau Edelgard Kah

26.01.2017, 09:34 Uhr

Sehr geehrter Herr Kokologiannis,

so, so, eine "Kaufwut" gibt es an den Aktienbörsen. Sie paßt offensichtlich nicht in Ihr Weltbild. Aber auch für Sie ist sicher offensichtlich, dass die amerikanischen Indices einen Vorlauf haben und den DAX mit nach oben ziehen. Also ist die Frage, warum die Amerikaner solch eine "Kaufwut" haben.

Des Rätsels Lösung ist das Wirtschaftsprogramm von Donald Trump. Ich nehme mit großem Befremden zur Kenntnis, dass sich hierzulande praktisch niemand mit der wirtschaftspolitischen Revolution in der größten Volkswirtschaft der Welt beschäfigt. Ob Redakteure, Bankvolkswirte oder Fondsmanager, alle gucken einfach weg.

Ich werde keine Vorlesung zu dem genannten Thema halten. Wer sich dafür interessiert, kann bei Google alle Facetten nachlesen. Und die anderen können weiterhin über die "Kaufwut" der Amerikaner staunen.

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