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02.09.2015

11:43 Uhr

Musterdepots

Infineon-Anleger müssen sich anschnallen

In der Halbleiterindustrie geht es in diesem Jahr heiß her. Nun könnte auch der Chiphersteller Infineon in die Mühlen eines Megadeals geraten. Musterdepotstratege Daniel Hupfer prüft sein Investment deshalb genau.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Die Konsolidierung in der Halbleiterbranche hat sich in diesem Jahr nochmals beschleunigt. So kaufte der weltgrößte Chiphersteller Intel Anfang Juni den Konkurrenten Altera für rund 16,7 Milliarden US-Dollar. Kurz zuvor hatte das in Singapur ansässige Unternehmen Avago Technologies den US-Halbleiterhersteller Broadcom für 37 Milliarden US-Dollar übernommen.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Gestern wurde dann der deutsche Chiphersteller Infineon wieder einmal als Übernahmekandidat gehandelt. Im Vergleich zu den bereits erfolgten Übernahmen handelt es sich bei Infineon mit einer Marktkapitalisierung von knapp über 10 Milliarden Euro dabei nahezu um ein Schnäppchen. Der Vorstandsvorsitzende Reinhard Ploss selber war es, der die Übernahmephantasie um Infineon wieder angeheizt hat. So würde das Unternehmen in hochattraktiven Märkten agieren, und man sei sich darüber im Klaren, dass Konkurrenten aufgrund der Marktposition Interesse haben könnten.

In unserem Depot haben wir mit Infineon in diesem Jahr eine wahre Achterbahnfahrt erlebt. So stiegen die Aktien seit Jahresanfang bis Ende Mai mit einem Plus von annähernd 40 Prozent kräftig im Wert. Seitdem haben die Aktien einen großen Teil des Jahresgewinns wieder abgegeben. Trotz der Unsicherheiten um die chinesische Wirtschaft halten wir am Chiphersteller fest. In den aktuellen Kursen ist unseres Erachtens bereits viel Pessimismus eingepreist, so dass wir von wieder steigenden Kursen ausgehen.

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