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31.08.2014

09:33 Uhr

Musterdepots

Inflation ist nicht zu hoch

Auch wenn die Inflation im Euro-Raum in den Augen vieler Anleger nicht stark genug gefallen ist, um auf neue Geldspritzen zu hoffen, ist Alexander Kovalenko überzeugt, dass die EZB mittelfristig Maßnahmen ergreifen wird.

Alexander Kovalenko

Alexander Kovalenko

Laut dem Europäischen Statistikamt ist die Inflationsrate in der Eurozone im August auf 0,3 Prozent weiter gesunken. Im Juli lag sie noch bei 0,4 Prozent. Vor allem die deutlich gefallenen Energiekosten sind für den niedrigsten Stand seit Oktober 2009 verantwortlich.

Wenn man die Energiekosten ausklammert, würde die Teuerungsrate bei etwa 0,6 Prozent liegen. In Deutschland betrug die Inflation 0,8 Prozent was deutlich über dem Eurozone-Durchschnitt liegt. In Spanien sind die Preise dagegen um 0,5 Prozent gefallen. Die präsentierten Zahlen liegen deutlich unter der Inflationszielmarke der Europäischen Zentralbank (EZB) von etwa zwei Prozent pro Jahr.

Alexander Kovalenko

Der Anleger

Alexander Kovalenko arbeitet für Bayerische Vermögen. „Wir machen normalerweise keine Prognosen, weil es aus unserer Sicht eher wenig Sinn macht“, sagt er. „Wir können nur sagen, dass die Aktien für uns aktuell eine stark bevorzugte Anlageklasse darstellen, und hier vor allem die (süd)europäischen Aktien, die noch deutlich unter ihrem Fair-Wert gehandelt werden. Dazu kommt eine Dividendenrendite von durchschnittlich etwa drei Prozent. Bei Aktien sehen wir also trotz eventuellen und sogar eher wahrscheinlichen Korrekturen ein sehr attraktives Chance/Risiko-Profil!“

Die Strategie

Das Social-Trading-Depot versteht sich als Kombination eines langfristig orientierten Kernportfolios und der innovativen Anlageform des Social Trading. Einen Anteil von 60 bis 70 Prozent bildet ein Aktienportfolio, das einen Value-Ansatz verfolgt: Es wird in zehn bis 15 stark unterbewertete Einzeltitel aus dem breiten europäischen Aktienmarkt investiert, wobei die Selektion der Einzeltitel mittels Analyse der Fundamentalkriterien beziehungsweise der Bilanzdaten erfolgt. Der Social-Trading-Anteil beträgt zwischen 30 und 40 Prozent und wird in wikifolio-Indexzertifikate investiert: Diese bilden unterschiedliche Strategien von Top-Tradern auf wikifolio.com ab. Das Social-Trading-Depot soll in der Regel voll investiert sein. Der Anlagehorizont ist mittel- bis langfristig ausgerichtet und sieht nur selten Umschichtungen vor. Betreut wird das Social-Trading-Depot von Bayerische Vermögen AG.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Auch der europäische Arbeitsmarkt kann sich nicht wirklich erholen. Vor allem in südeuropäischen Ländern bleibt die Zahl der Arbeitslosen dramatisch: In Spanien sind circa 25 Prozent ohne Arbeit, in Griechenland sind es über 27 Prozent. Bei den Jugendlichen unter 25 Jahren sehen die Statistiken noch katastrophaler aus. Die mickrige offizielle Inflationsrate zusammen mit dem schwierigen Arbeitsmarkt machen weitere Maßnahmen seitens der EZB immer wahrscheinlicher.

Beim „USD-Opportunities“-wikifolio von Christoph Breetz hat der Portfoliomanager durch eine Reihe von Verkäufen den Cash-Bestand von rund 30 Prozent aufgebaut und somit den Unsicherheiten um die Ostukraine einen Tribut geleistet. Bei den erwähnten Veräußerungen wurden Gewinne zwischen 8 Prozent und 58 Prozent realisiert.

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