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31.07.2014

22:03 Uhr

Musterdepots

„Insgesamt extrem zufrieden”

Unsere Autoren ziehen ihre eigene Quartalsbilanz: Georgios Kokologiannis' Depot markiert entgegen den Vorgaben aus dem Dax ein neues Allzeithoch und Daniel Hupfer lobt die hohe Aktienquote seines Portfolios.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Sieben Monate sind vergangen seit dem Start der Musterdepots. Zeit für die regelmäßige Zwischenbilanz: Insgesamt bin ich extrem zufrieden: Während der Dax jetzt unter seinen Stand vom Anfang des Jahres eingebrochen ist, markiert das Handelsblatt-Portfolio ein neues „Allzeithoch“. Auch langfristig entwickelt sich das Depot in Übereinstimmung mit meinen beiden obersten Zielen - einer jährlichen Rendite zwischen sechs und acht Prozent sowie einer deutlich geringeren Wertschwankung im Vergleich zum Gesamtmarkt. Schon jetzt beträgt der Ertrag rund 6,8 Prozent, was einer Rendite von knapp vierzehn Prozent per annum entspricht. Gleichzeitig zeigt sich das Portfolio gegen Rücksetzer an den Börsen absolut immun. Einmal eroberte Kursniveaus werden erfolgreich verteidigt.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Möglich ist das durch den Einsatz spezieller Derivate. Dadurch ist das Portfolio weitgehend abgesichert gegen Börsenverluste - und es legt sogar dann langsam, aber kontinuierlich an Wert zu, wenn die Aktienkurse auf der Stelle treten.

Bis Ende des Jahres erwarte ich an den Börsen der entwickelten Volkswirtschaften weiterhin eine schwankungsreiche Seitwärtsbewegung. Beim Dax etwa gehe ich wie schon seit Auflegung der Musterdepots von einer Schwankungsspanne in Höhe von rund 600 Punkten um seinen Jahresanfangsstand von 9552 Zählern aus.

Anders als fast alle professionellen Anlagestrategen hatte ich auch nach dem Überwinden der 10000er-Marke im Juni keinen nachhaltigen Ausbruch in den fünfstelligen Bereich erwartet. Grund ist die extrem hohe Bewertung am deutschen Aktienmarkt. Dauerhaft überwinden könnte der Leitindex die psychologisch wichtigen Marke nur, wenn die Unternehmensgewinne spektakulär zunehmen würden. Doch in der laufenden Berichtssaison kristallisiert sich dies mehr und mehr als reines Wunschdenken der Optimisten heraus.

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