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09.09.2015

18:34 Uhr

Musterdepots

Japan als Musterbeispiel für Europa und USA

VonGeorgios Kokologiannis

Die Kursexplosion in Japan kann nicht wirklich beruhigen. Die Entwicklung zeigt, wie wackelig die Börsen derzeit sind: Selbst kleinere Neuigkeiten können heftige Schwankungen auslösen. Und es gibt noch weitere Lehren.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

DüsseldorfEndlich einmal gute Nachrichten aus Fernost. Die Börse Tokio feierte den größten Tagesgewinn seit der Finanzkrise im Jahr 2008. Knapp acht Prozent ging es rauf, nachdem Ministerpräsident Shinzo Abe niedrigere Unternehmenssteuern und die Aussicht auf eine weitere Konjunkturpflege in Aussicht stellte. Auch der Dax legte kräftig zu, vor allem die darin gelisteten exportabhängigen Werte wie etwa Autoaktien.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Politische Börsen haben aber kurze Beine. In einem Marktumfeld, das so unberechenbar ist wie derzeit, brauchen langfristig orientierte Anleger vor allem ruhige Hände bei der Zusammenstellung des Depots. Ich verzichte daher auf hektische Käufe oder Verkäufe und warte ab, bis sich die Anlegerwelt fundamental ändert.

Das könnte in der nächsten Woche soweit sein. Donnerstagabend steht der Zinsentscheid der US-Notenbank Fed auf der Agenda der Anleger. Auch wenn die meisten Marktteilnehmer die Zinswende - so klein sie auch ausfallen dürfte – erst für Dezember erwarten, könnte die Fed die Märkte überraschen. In diesem Falle sollten auch konservative Anleger manche Positionen auf den Prüfstand stellen.

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