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09.09.2014

22:12 Uhr

Musterdepots

Japan, USA oder Europa?

Diese Frage stellen sich derzeit viele Investoren – auch die Autoren der Musterdepots. Sie haben verschiedene Ansichten über die Qualität der verschiedenen Finanzmärkte. In welchem Land sich ein Investment lohnen könnte.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Sollen Anleger auf Japans Aktienmarkt setzen? Experten sind sich aktuell extrem uneins darüber, wie es an der Tokioter Börse in den kommenden Monaten weitergeht. Nach einem sehr starken Aktienjahr 2013, fallen die Kursgewinne in diesem Jahr bisher moderat aus. Nur rund fünf Prozent, auf Euro-Basis gerechnet, lag der breit streuende Topix-Index bis Ende August im Plus. Das ist im globalen Vergleich unterdurchschnittlich.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Während jetzt die einen kaum noch Potenzial sehen, erkennen andere Strategen gute Einstiegschancen. Selbst innerhalb einzelner Banken und Vermögensverwaltungen gehen die Meinungen weit auseinander. So bleibt etwa der Portfoliomanager des bekannten Templeton Growth Aktienfonds Norm Boersma äußerst skeptisch: Die japanische Wirtschaft brauche größere Strukturreformen – viele Konzerne seien international nicht wettbewerbsfähig und deren Ertragsaussichten damit schlecht.

Sein Templeton-Kollege Samer Habl dagegen, Spezialist für taktische Investitionen, ist trotz der verzögerten Reformen des Landes optimistisch. Unter anderem, weil der große staatliche Pensionsfonds in Zukunft weniger Anleihen kaufen möchte –im Gegenzug dazu aber mehr Dividendenpapiere. Weitere Pensionsfonds und Versicherungen dürften sich anschließen, so Habl.

Für das Handelsblatt-Musterdepot kommen japanische Aktien damit weiterhin nicht in Frage. Zu groß ist mir die Unsicherheit in diesem Segment. Ich beschränke die Engagements geographisch wie gehabt auf Europa und die USA.

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