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06.11.2014

20:01 Uhr

Musterdepots

Japan will die Deflationsspirale durchbrechen

Daniel Hupfer setzt auf die Bank of Japan, Alexander Kovalenko warnt vor zu viel Konjunkturpessimismus in Deutschland und Georgios Kokologiannis' Portfolio betritt Neuland. Die Musterdepots.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Die Bank of Japan hat am vergangenen Freitag ihre bereits expansive Geldpolitik weiter gelockert. Da die Verbraucherpreise in Japan nicht wie gewünscht ansteigen und sich die Wirtschaft weiterhin nur moderat erholt, hat die Notenbank mit zusätzlicher Liquidität eine Schippe oben drauf gelegt. Dieser überraschende Schritt sorgte für ein Kursfeuerwerk am japanischen Aktienmarkt und Zugleich dafür, dass der japanische Yen deutlich an Wert verlor.

Aus unserer Sicht untermauern diese Maßnahmen den unbedingten Willen der Japaner, die jahrzehntelange Spirale aus Deflation und niedrigem Wirtschaftswachstum zu durchbrechen. Da die bisherigen Fortschritte eher gering sind, gehen wir von einer lange anhaltenden sehr expansiven Geldpolitik in Japan aus.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

In den USA dagegen, sollte die Zinswende im kommenden Jahr zunehmend in den Fokus rücken. Vor diesem Hintergrund haben wir uns entschieden, einen ETC zu erwerben, der an einem starken US-Dollar und einem schwachen Yen partizipiert.

Die Basiswährung dieses Exchange Traded Currency (ETC) ist der US-Dollar, so dass wir als Euro-Investor von einem festen US-Dollar zusätzlich profieren. Wir haben damit unsere Quote an US-Dollar denominierten Wertpapieren nochmals erhöht und liegen nunmehr bei fast 40 Prozent des Depotwertes.

Kommentare (1)

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Herr Dieter Hegner

10.11.2014, 16:12 Uhr

S.g.H. Hupfer, die im Handelsblatt Musterdepot "M.M.-Warburg" von Ihnen genannte WKN Nr. A1BEFJ zu dem ETC S JPY L USD scheint unrichtig zu sein, denn die Suche des Wertpapiers unter dieser Nr. bleibt erfolglos. Können Sie die WKN-Nr. in dem genannten Musterdepot bitte berichtigen?
Danke! MfG D.H.

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