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28.08.2014

21:34 Uhr

Musterdepots

„Japanische Verhältnisse rücken näher“

Die Auseinandersetzungen im Grenzgebiet der Ukraine belasten die Börsen weltweit. Den Musterdepots stehen schwierige Zeiten bevor. Daniel Hupfer rät derzeit zu Anleihe-Investments.

Alexander Kovalenko

Alexander Kovalenko

Am Donnerstag war der Handel an europäischen Börsen von den Nachrichten aus dem Osten der Ukraine geprägt. Die Indizes gingen deutlich ins Minus, nachdem die separatistischen Kräfte Erfolge gegen die ukrainische Armee erzielen konnten und die Regierung in Kiew über eine russische Invasion sprach.

Unser Musterdepot konnte sich zum Zeitpunkt der Kommentarerfassung ziemlich gut halten, vor allem dank der Baloise Aktie.

Alexander Kovalenko

Der Anleger

Alexander Kovalenko arbeitet für Bayerische Vermögen. „Wir machen normalerweise keine Prognosen, weil es aus unserer Sicht eher wenig Sinn macht“, sagt er. „Wir können nur sagen, dass die Aktien für uns aktuell eine stark bevorzugte Anlageklasse darstellen, und hier vor allem die (süd)europäischen Aktien, die noch deutlich unter ihrem Fair-Wert gehandelt werden. Dazu kommt eine Dividendenrendite von durchschnittlich etwa drei Prozent. Bei Aktien sehen wir also trotz eventuellen und sogar eher wahrscheinlichen Korrekturen ein sehr attraktives Chance/Risiko-Profil!“

Die Strategie

Das Social-Trading-Depot versteht sich als Kombination eines langfristig orientierten Kernportfolios und der innovativen Anlageform des Social Trading. Einen Anteil von 60 bis 70 Prozent bildet ein Aktienportfolio, das einen Value-Ansatz verfolgt: Es wird in zehn bis 15 stark unterbewertete Einzeltitel aus dem breiten europäischen Aktienmarkt investiert, wobei die Selektion der Einzeltitel mittels Analyse der Fundamentalkriterien beziehungsweise der Bilanzdaten erfolgt. Der Social-Trading-Anteil beträgt zwischen 30 und 40 Prozent und wird in wikifolio-Indexzertifikate investiert: Diese bilden unterschiedliche Strategien von Top-Tradern auf wikifolio.com ab. Das Social-Trading-Depot soll in der Regel voll investiert sein. Der Anlagehorizont ist mittel- bis langfristig ausgerichtet und sieht nur selten Umschichtungen vor. Betreut wird das Social-Trading-Depot von Bayerische Vermögen AG.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Der schweizerische Versicherungskonzern (Baloise) hat am Donnerstag sehr gute Halbjahresergebnisse präsentiert. Der Gewinnsprung lag bei über 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und übertraf somit deutlich die Erwartungen der Analysten. Baloise konnte auch ihren Umsatz sowie das Anlageergebnis steigern und bekräftigte zudem ihre Jahresziele. Die Marktteilnehmer hoffen nun auch auf eine Dividendenerhöhung. Die Aktie des Versicherers legte im Tageshandel bis zu 3,5 Prozent zu.

Die meisten Portfoliomanager unserer Ziel-wikifolios haben in den letzten Tagen keine größeren Umschichtungen unternommen. Lediglich Sebastian Reese („SR wisdom capital spekulativ“) hat nach seinem Tradingansatz aktiv gehandelt. Am Donnerstag hat er die Evotec Aktie mit circa drei Prozent ins Portfolio neu aufgenommen.

Kommentare (1)

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Herr Sören Aabye Kierkegaard

29.08.2014, 07:40 Uhr

Warum interessiert es jemanden, welchen Daxstand eine Bank prognostiziert? Keiner kann in die Zukunft schauen und genauso gut könnte man heute morgen jemand in der Bahn fragen.Vollkommen unseriös zu vermitteln, dass eine Bank in die Zukunft blicken kann.

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