Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

03.11.2014

20:22 Uhr

Musterdepots

„Kaufen und Liegenlassen zieht nicht mehr“

Nach neun Monaten ist das Handelsblatt-Musterdepot unseres Kommentators deutlich im Plus – und zwar dank spezieller Anlageinstrumente und aktivem Management. Eine „Schönwetter-Strategie“ hätte nicht gereicht.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Neun Monate sind vergangen seit dem Start der Musterdepots. Zeit für die regelmäßige Zwischenbilanz: Insgesamt bin ich weiterhin extrem zufrieden. Das Portfolio entwickelt sich in Übereinstimmung mit meinen beiden übergeordneten langfristigen Zielen: Einer jährlichen Rendite von durchschnittlich sechs bis acht Prozent – und: einer deutlich niedrigeren Wertschwankung im Vergleich zum Gesamtmarkt.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Selbst als der Dax vor kurzem über eintausend Punkte unter seinen Stand von Anfang Januar abgestürzt war, lag das Portfolio noch komfortabel im Plus. Zudem wurde der Renditeabstand zum Benchmark-Index Stoxx 50 mittlerweile auf sechs Prozent ausgebaut. Und trotz der jüngsten Börsenturbulenzen notiert das Depot mit einem Ertrag von bisher knapp zehn Prozent nur unweit seines Rekordhochs von etwas über elf Prozent.

Erreicht wurde diese weit überdurchschnittliche Performance mit Hilfe von speziellen Anlageinstrumenten wie etwa Zertifikaten – und durch aktives Portfoliomanagement. Da auch weiterhin von einer schwankungsreichen Seitwärtsbewegung an den Aktienmärkten auszugehen ist, bleibt „Kaufen und Liegenlassen“ keine rationale Option für das Handelsblatt-Depot. Ich bin davon überzeugt, dass solche „Schönwetter-Strategien“ nach Jahren des mühelosen Geldverdienens an den Finanzmärkten immer häufiger nur noch zu Verlusten führen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×