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16.06.2016

17:00 Uhr

Musterdepots

Kein Ende des Aufschwungs in Sicht

Die Musterdepotstrategen sind sich uneins, wie es nach der Brexit-Abstimmung in Großbritannien an der Börse weitergeht. Für Daniel Hupfer könnten die Folgen gravierender sein als bei anderen politischen Ereignissen.

Alexander Kovalenko

Alexander Kovalenko

FrankfurtDas Münchner ifo-Institut hat seine Prognose für das Wirtschaftswachstum in Deutschland von 1,6 auf 1,8 Prozent für das laufende Jahr sowie von 1,5 auf 1,6 Prozent für 2017 angehoben. Noch optimistischer ist die Schätzung des Kieler Instituts für Weltwirtschaft: 1,9 Prozent für 2016 und 2,1 Prozent für 2017.

Alexander Kovalenko

Der Anleger

Alexander Kovalenko arbeitet für Bayerische Vermögen. „Wir machen normalerweise keine Prognosen, weil es aus unserer Sicht eher wenig Sinn macht“, sagt er. „Wir können nur sagen, dass die Aktien für uns aktuell eine stark bevorzugte Anlageklasse darstellen, und hier vor allem die (süd)europäischen Aktien, die noch deutlich unter ihrem Fair-Wert gehandelt werden. Dazu kommt eine Dividendenrendite von durchschnittlich etwa drei Prozent. Bei Aktien sehen wir also trotz eventuellen und sogar eher wahrscheinlichen Korrekturen ein sehr attraktives Chance/Risiko-Profil!“

Die Strategie

Das Social-Trading-Depot versteht sich als Kombination eines langfristig orientierten Kernportfolios und der innovativen Anlageform des Social Trading. Einen Anteil von 60 bis 70 Prozent bildet ein Aktienportfolio, das einen Value-Ansatz verfolgt: Es wird in zehn bis 15 stark unterbewertete Einzeltitel aus dem breiten europäischen Aktienmarkt investiert, wobei die Selektion der Einzeltitel mittels Analyse der Fundamentalkriterien beziehungsweise der Bilanzdaten erfolgt. Der Social-Trading-Anteil beträgt zwischen 30 und 40 Prozent und wird in wikifolio-Indexzertifikate investiert: Diese bilden unterschiedliche Strategien von Top-Tradern auf wikifolio.com ab. Das Social-Trading-Depot soll in der Regel voll investiert sein. Der Anlagehorizont ist mittel- bis langfristig ausgerichtet und sieht nur selten Umschichtungen vor. Betreut wird das Social-Trading-Depot von Bayerische Vermögen AG.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Der moderate Aufschwung sollte weiterhin von den Verbrauchern sowie vom Boom in der Bauindustrie getragen werden. Die Konsumenten profitieren vom guten Zustand des Arbeitsmarktes und der niedrigen Inflation. Der Bauboom ist durch einen regelrechten Immobilienrun der Deutschen sowie die Bauaktivitäten infolge des Flüchtlingsstroms bedingt. Die Exporte wachsen dagegen langsamer als gewohnt.

Sollte sich das Wirtschaftswachstum in den USA wieder beschleunigen und die Konjunktur in den Schwellenländern stabilisieren, sehen die Volkswirte eine gute Chance, dass die deutschen Ausfuhren an Fahrt gewinnen werden. Auf der Risiken-Seite spielt das Thema Brexit unter den Ökonomen und den Börsianern aktuell eine große Rolle.

Über die Folgen eines möglichen Austritts Großbritanniens aus der EU gibt es ganz unterschiedliche Meinungen. Bei unserem langfristig ausgerichteten Depot werden aufgrund des Referendums keine Anpassungen unternommen.

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