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03.11.2016

18:18 Uhr

Musterdepots

Kein Grund, nervös zu werden

Viele deutsche Anleger blicken mit Sorge auf den Ausgang der Wahlen in den USA. Nicht so Handelsblatt-Depotstratege Georgios Kokologiannis. Er kann dem Ergebnis des Votums ziemlich gelassen entgegensehen.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Die Nervosität an den Aktienbörsen nimmt deutlich zu: Abzulesen ist das etwa am VDax-Index, der die von Investoren erwartete Schwankungsbreite am deutschen Markt abbildet. In den vergangenen anderthalb Handelswochen hat das Nervenbarometer um rund zwei Drittel zugelegt – auf sein Niveau von Anfang Juni, vor dem Brexit-Wahlgang in Großbritannien.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Diesmal ist es vor allem die Angst vor einem unberechenbaren möglichen US-Präsidenten Donald Trump, die Anleger verunsichert. Wegen der extrem defensiven Ausrichtung des Depots sehe ich dem Wahltag gelassen entgegen. Ähnlich wie im Sommer nach dem Votum der Briten vom 23. Juni die Europäische Union zu verlassen, würde selbst ein Börsenabsturz keine nennenswerten Spuren im Depot hinterlassen.

Mittelfristig erreicht das Musterportfolio die höchste Rendite, wenn Dax & Co. unter dem Strich weiterhin nur auf der Stelle treten – oder sogar kräftig nachgeben. Bis zum kommenden Frühjahr steigt in diesem Szenario der Gesamtertrag von jetzt rund 21 Prozent seit Auflegung auf dann knapp 24 Prozent. Etwas zusätzliche Rendite ist durch Wechselkurseffekte möglich, falls der US-Dollar weiter aufwertet.

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