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18.04.2016

18:53 Uhr

Musterdepots

Kein Ölmarkt-Kompromiss in Sicht

Das Doha-Treffen hat nicht die ersehnte Fördermengenkürzung gebracht. Für Handelsblatt-Autor Alexander Kovalenko steht fest, dass Anleger sich auch weiterhin auf ein deutliches Öl-Überangebot einstellen müssen.

Alexander Kovalenko

Alexander Kovalenko

Das am Wochenende stattgefundene Treffen der größten Ölproduktionsländer in Katar hat keine Einigung über eine mögliche Begrenzung der Fördermengen gebracht. Vor allem Saudi Arabien stellte sich gegen Produktionskürzungen, solange der Iran sich einem potentiellen Abkommen nicht anschließen wird.

Alexander Kovalenko

Der Anleger

Alexander Kovalenko arbeitet für Bayerische Vermögen. „Wir machen normalerweise keine Prognosen, weil es aus unserer Sicht eher wenig Sinn macht“, sagt er. „Wir können nur sagen, dass die Aktien für uns aktuell eine stark bevorzugte Anlageklasse darstellen, und hier vor allem die (süd)europäischen Aktien, die noch deutlich unter ihrem Fair-Wert gehandelt werden. Dazu kommt eine Dividendenrendite von durchschnittlich etwa drei Prozent. Bei Aktien sehen wir also trotz eventuellen und sogar eher wahrscheinlichen Korrekturen ein sehr attraktives Chance/Risiko-Profil!“

Die Strategie

Das Social-Trading-Depot versteht sich als Kombination eines langfristig orientierten Kernportfolios und der innovativen Anlageform des Social Trading. Einen Anteil von 60 bis 70 Prozent bildet ein Aktienportfolio, das einen Value-Ansatz verfolgt: Es wird in zehn bis 15 stark unterbewertete Einzeltitel aus dem breiten europäischen Aktienmarkt investiert, wobei die Selektion der Einzeltitel mittels Analyse der Fundamentalkriterien beziehungsweise der Bilanzdaten erfolgt. Der Social-Trading-Anteil beträgt zwischen 30 und 40 Prozent und wird in wikifolio-Indexzertifikate investiert: Diese bilden unterschiedliche Strategien von Top-Tradern auf wikifolio.com ab. Das Social-Trading-Depot soll in der Regel voll investiert sein. Der Anlagehorizont ist mittel- bis langfristig ausgerichtet und sieht nur selten Umschichtungen vor. Betreut wird das Social-Trading-Depot von Bayerische Vermögen AG.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Der Iran hat wiederum am erwähnten Treffen in Katar gar nicht teilgenommen und generell in der letzten Zeit deutlich gemacht, dass sein primäres Ziel nach der Aufhebung der westlichen Sanktionen in der Wiedergewinnung der Marktanteile besteht. Am einfachsten wäre dies durch einen günstigen Preis zu erreichen. Grundsätzlich sind die großen Förderländer natürlich an einem möglichst hohen Ölpreis interessiert.

Die existierenden politischen und wirtschaftlichen Interessenkonflikte sind allerdings so zahlreich und vielfältig, dass das Erreichen eines Kompromisses aus heutiger Sicht als sehr schwierig erscheint. Fakt ist, dass das vorhandene Überangebot erst mal bestehen bleibt. Der Ölpreis reagierte am Montag mit einem erheblichen Rückgang, die Volatilität an den Aktienmärkten ist ebenfalls etwas angesprungen.

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