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14.10.2015

20:29 Uhr

Musterdepots

Keine Entwarnung an den Börsen

Schwache Konjunkturdaten vor allem in den Schwellenländern enttäuschten in den vergangenen Wochen die Anleger. Dennoch hoffen viele von ihnen auf eine Oktober-Rally. Doch auch dieser Hoffnung droht Enttäuschung.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Die Sorgen um den Zustand der Weltwirtschaft halten die Aktienmärkte weiterhin in Atem. Nicht nur aus den Schwellenländern gab es zuletzt viele schwache Konjunkturdaten, auch in den Industrieländern überwogen die Enttäuschungen. Dennoch halten wir die Sorgen vor einer neuen globalen Wirtschaftskrise für überzogen. Ohne Zweifel schwächt sich das chinesische Wirtschaftswachstum ab.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Dies ist in erster Linie auf den Umbau der Volkswirtschaft zurückzuführen, weg vom primär investitions- und exportgetriebenen Wachstum, hin zu einer Stärkung der Binnennachfrage. Auch die Bekämpfung der Korruption und die stärkere Berücksichtigung von Umweltaspekten haben das Wachstum belastet. Doch auch wenn der Umbau der Wirtschaft Bremsspuren hinterlässt, dürfte die chinesische Volkswirtschaft damit langfristig robuster werden und damit eine wichtige Stütze für die Weltwirtschaft bleiben.

Solange es allerdings noch keine belastbaren Daten gibt, die zeigen, dass sich die konjunkturelle Lage im Reich der Mitte wieder stabilisiert, halten wir uns mit Investitionen in China und in anderen Schwellenländern weiterhin zurück. Auch Aktien von deutschen und europäischen Unternehmen, die einen hohen Umsatz- und Gewinnanteil in den Emerging Marktes haben, werden von uns noch gemieden. Insofern liegt unser Fokus bei den Einzeltiteln derzeit auf Werten, die von der vergleichsweise stabilen Binnenkonjunktur profitieren.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

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