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22.11.2016

20:33 Uhr

Musterdepots

Keine großen Sprünge

Die Experten einiger Geldhäuser erwarten, dass der Deutsche Aktienindex bis Ende nächsten Jahres auf 11.500 oder 12.000 Punkte steigen könnte. Handelsblatt-Musterdepot-Autor Georgios Kokologiannis ist da skeptischer.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

FrankfurtAuch bis Ende kommenden Jahres wird es dem Dax nicht gelingen, auf sein Allzeithoch vom April 2015 bei 12.392 Punkten zu klettern. Das prognostizieren derzeit in ihren neuesten Kapitalmarktausblicken sowohl die Landesbank Baden-Württemberg wie auch die Landesbank Hessen Thüringen und die DZ Bank.

Die LBBW sieht den deutschen Leitindex Ende 2017 bei 11.500 Zählern – das wäre ein Plus von sieben Prozent im Vergleich zum derzeitigen Stand. Etwas mehr trauen dem Dax die Analysten der Helaba und der DZ Bank, die jeweils 12.000 Punkte als Kursziel ausrufen.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Ich halte es zwar durchaus für möglich, dass das Börsenbarometer im Zuge einer neuerlichen Übertreibungsphase tatsächlich nochmal die übernächste Tausendermarke überwindet – allerdings nicht nachhaltig. Zudem rechne ich im Verlauf der kommenden Monate mit deutlicheren Rücksetzern an den Börsen.

Direktengagements in Indexfonds oder einzelne Aktien erwäge ich daher erst bei einem Dax-Niveau von 8.900 bis etwa 9.200 Zählern.

Die maßgeblichen Argumente hierfür haben die Experten der LBBW bereits treffend zusammengefasst: Mit der erwarteten Leitzinserhöhung der US-Notenbank Fed und der Drosselung des Anleihekaufprogramms der Europäischen Zentralbank (EZB) stünden geldpolitische Maßnahmen auf der Agenda, die zumindest in der ersten Reaktion zu fallenden Kursen führen sollten, heißt es in der jüngst veröffentlichten Einschätzung der Landesbanker.

Kursverluste begrenzen würde allerdings die zugrunde liegende „solide Wirtschaftsentwicklung“. Das ist auch bei der Helaba ein maßgeblicher Grund für den zumindest verhaltenen Optimismus: Hier sieht man neben den

„anhaltend niedrigen Zinsen“ am Anleihemarkt vor allem verbesserte Gewinnaussichten der Unternehmen als einen weiteren Grund, der für Aktien spreche. Ähnlich wie bei der DZ Bank, wo man im kommenden Jahr von einem Gewinnwachstum von acht Prozent bei den Dax-Firmen ausgeht.

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